Neue Schilder kennzeichnen neuen Stadtteil Wadrilltal in Wadern

Kostenpflichtiger Inhalt: Wadrilltal : Neue Schilder für den neuen Waderner Stadtteil

Der Zusammenschluss von Wadrill, Reidelbach und Gehweiler zum „Wadrilltal“ ist nun auch optisch für jedermann ersichtlich.

Der Schilderwechsel ist vollzogen: Nach dem rechtlichen Vollzug der Fusion von Wadrill, Reidelbach und Gehweiler zum neuen Stadtteil Wadrilltal mit der Kommunalwahl 2019, ist der Zusammenschluss der drei Dörfer, die stets schon eine Kultureinheit bildeten,  nun auch optisch für Jedermann zu erkennen. Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt haben dieser Tage die Ortseingangsschilder der drei Orte im Beisein von Bürgermeister Jochen Kuttler und Ortsvorsteher Andreas Klauck ausgetauscht. Zuvor wurde mit der Ausgabe 27/2019 der Amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Wadern vom 4. Juli dieser Zusammenschluss öffentlich gemacht und in sämtlichen behördlichen und kommunalen Dokumenten oder Unterlagen korrigiert. Zuvor schon hatten die Bürger der drei Ortschaften in einer Befragung mit überwältigender Mehrheit dem Zusammenschluss zugestimmt.

Damit verfügt die Stadt Wadern nur noch über 13 Stadtteile, da Gehweiler, bisher eigenständig, verwaltungstechnisch in den neuen Stadtteil eingegliedert wurde. Zudem wurde mit Reidelbach ein Ort, der seit der Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 kommunalpolitisch dem Stadtteil Wedern zugeordnet war, in seine ursprüngliche „Heimat“ von 1803 zurückgeführt. Die Reidelbacher hatten sich stets zur Kultureinheit am Wadrillbach hingezogen gefühlt. Gemeinsam wurden Feste, Kirmes oder Faasend gefeiert. Die Reidelbacher Kinder besuchten die Kindergarten und Schule in Wadrill, die Verstorbenen aus dem Ort wurden in Wadrill beigesetzt. Es gab enge Verbindungen zu den Wadriller Vereinen, zur Geschäftswelt und Gastronomie. „Wadrill, Gehweiler und Reidelbach haben Hochzeit gefeiert, keine Zwangsheirat, sondern es war sogar eine Liebeshochzeit“, schreibt Bürgermeister Jochen Kuttler in seinem Grußwort im Büchlein der Geschichtswerkstatt Wadrilltal mit dem Titel „Jetzt kommt zusammen, was zusammen gehört“. Weiter schreibt Kuttler, dass mit dem Zusammenwachsen der drei Ortschaften zu einer Verwaltungseinheit keine seine eigene Identität verliert: „Ein Wadriller bleibt ein Wadriller, eine Gehweilerin eine Gehweilerin, und wer aus Reidelbach ist, darf ruhig die dortige Identität behalten.“

Es ist dies die zweite Fusion von Dörfern innerhalb der Stadt Wadern, nachdem 1979 Kostenbach, Oberlöstern, Buweiler und Rathen zum Stadtteil Löstertal fusioniert waren und erstmals einen gemeinsamen Ortsrat gebildet hatten.

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