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Neue Einblicke entlang der KunstrouteModellflugclub war Besuchermagnet

Neue Einblicke entlang der KunstrouteModellflugclub war Besuchermagnet

Wadern

In der Bücherhütte zeigt Barbara Ihle Scherenschnitte.

Wadern. Der Bürgermeister von Wadern, Fredi Dewald, hob bei der Eröffnung der Veranstaltung vor dem Öttinger Schlösschen das Besondere der Kuwa hervor: "Die Besucher brauchen nicht ins Museum zu gehen, um die faszinierende Bandbreite des künstlerischen Schaffens zu erleben, sondern können bei freiem Eintritt in den Geschäften die Werke der Künstler betrachten und mit ihnen ins Gespräch kommen." Sowohl Kunstinteressierte als auch jene, die sich wegen des verkaufsoffenen Sonntags in Wadern aufhielten, konnten sich im wahrsten Sinne des Wortes ein "Bild" von der Kuwa machen. Im Geschäft "Tafeldeko" stellte Mechthild Schneider ihre Fotografien aus. Sie hat seit kurzem ihr Atelier in Oberlöstern. "Das Problem ist, dass außer in Fotografen- und Künstlerkreisen noch kaum jemand weiß, dass ich dort bin. Durch die regionale Werbung bei der Kuwa könnte sich das ändern", sagte die Künstlerin. Ein Ehepaar, das sich die schönen Tischdekorationen betrachtete, kam gerade von einer Vernissage in der Johann-Adams-Mühle in Tholey. "Wir kommen wegen des verkaufsoffenen Sonntags. Da wir Kunst mögen, nehmen wir die Kuwa gleich mit." Benedetta Wilhelm vom Schuhhaus Wilhelm lobte die Stadt Wadern, die sich "anstrengt, dass sich etwas in der Innenstadt abspielt". Sie hoffe, dass sich der verkaufsoffene Sonntag mit seinem Begleitprogramm etabliere. "Allerdings ist an diesem Sonntag einfach zu viel in den angrenzenden Gemeinden und Städten los. Da fällt es schwer, sich zu entscheiden, wo man hingeht", so die Geschäftsfrau. Edeltraud Molter vom Café Molter sieht die Kuwa sehr positiv: "Man muss immer neue Ideen ausprobieren. Das ist wie beim Kuchen backen. Immer nur dasselbe ist langweilig. Wenn man sich abhebt, steigt das Interesse. Christel Annen stellte ihre Werke bei Optik Koltes aus. Sie war von dem regen Interesse sehr erfreut: "Bei anderen Ausstellungen hat man oft Angst, die Leute schauen gar nicht hin oder gehen vorbei. Durch die Route kommen sie in den Laden und können Kunst betrachten, die sie sonst wahrscheinlich nie gesehen hätten." Ulrike Görgen vom Blumengeschäft "Klatschmohn" fand die Idee der Stadt Wadern toll. "Die Kuwa bringt Bewegung nach Wadern. Es kommt ein anderes Klientel in die Stadt." Familie Emmerich aus Mitlosheim, die oft Kunstausstellungen besucht, fand das neue Projekt großartig: "Dieser Nachmittag ist sehr interessant, weil die Vielfalt so groß ist. Das kann man sonst nicht so erleben", meinte Monika Emmerich. Waldtraud Schneider vom Pralinenstübchen hatte an diesem Nachmittag schon viele Fremde in ihrem Laden gehabt. "Hier waren mehr Kunstliebhaber als Pralinenkäufer", erzählte sie. Werner Bäcker, der im gut besuchten Café Lounge Baiers einen Kaffee trank, war schon den ganzen Tag in Wadern unterwegs. "Für jeden Geschmack ist da etwas dabei. Neue Ideen sind für Wadern immer gut." Im Modehaus Fischbach stellte Irmgard Lehmon ihre naturalistischen und abstrakten Bilder in Acryl aus. Zwei aufmerksame Betrachterinnen ihrer Werke äußerten sich ebenfalls positiv zur Idee der Kuwa: "Es müsste viel mehr in der Art gemacht werden. Das Potenzial ist sehr groß." Wadern. Auch bei der zehnten Waderner Hobby-, Kunst- und Handwerksmesse, die am Wochenende in der Herbert-Klein-Halle stattfand, gab es viel zu sehen. 60 Aussteller hatten ihre Stände aufgebaut, um an zwei Tagen den Besuchern ihre Arbeiten zu präsentieren. Im Foyer sowie auf dem Vorplatz der Halle zeigte das THW seine Hilfsgeräte. Wer sich für Schmuck interessierte, kam in der Halle auf seine Kosten. Neben selbst gemachten Kerzen, Puppen, gestrickten Strümpfen, Glas, Kunst, ferngesteuerten Autos, Pferdesätteln und Handarbeiten aller Art war der Stand des Modellflugclubs Hochwaldschwalbe der absolute Besuchermagnet. Der Verein, der seinen Übungsplatz in Buweiler/Oberlöstern hat, stellte unter anderem ferngesteuerte Flugmodelle mit Turbinenantrieb und Segelflugmodelle aus. Der Flugsimulator ließ die Kinder- und Männerherzen höher schlagen. Allerdings hörte man auch ein paar kritische Töne. Einige Aussteller äußerten die Auffassung, dass die Messe unter der Parallelveranstaltung "Kunstroute Wadern" etwas gelitten habe. rso "Die Kuwa bringt Bewegung nach Wadern."Ulrike Görgen, Geschäftsinhaberin