Narren zu Gast im Märchenland

Märchenfiguren, die neuesten Nachrichten aus der Hochwaldstadt und ein Ausflug in Frankensteins Gruselschloss mit dem Männerballett gab es bei der Galakappensitzung des Karnevalvereins „Graad see lääds“ Noswendel.

Im Exil lässt es sich gut feiern, auch ohne Prinzenpaar. Ein solches hat es sowieso noch nie gegeben. Das trifft passend auf den Karnevalsverein "Graad see lääds" Noswendel zu. Dieser hatte sein Narrenvolk in seiner Gala-Kappensitzung in die Schloßberghalle in Büschfeld auf eine Reise ins Märchenland geschickt.

Die Narrhalla war bis auf den letzten Stuhl besetzt, das närrische Volk präsentierte sich in teils farbenfrohen aber auch zuweilen skurrilen Kostümen. Prinzessinnen, Rotkäppchen, Schneewittchen, Rapunzel, Froschkönig sowie Gestiefelter Kater und andere Märchenfiguren der Gebrüder Grimm tummelten sich im Elferrat. Den Takt gaben Karoline Lorig und Frank Dönnemeier vor. Sie brannten ein Feuerwerk der guten Laune ab, mit dem die Zwerchfelle aller Narren kräftig strapaziert wurden.

Logische Folge, kaum ein Auge blieb trocken beim dem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm, das gespickt war mit bunten Tänzen, witzigen Sketchen, knalligen Büttenreden und vielen Schunklern, eingespielt vom Fombach-Duo. Keine Anekdoten, nur die neuesten Nachrichten aus der Hochwaldstadt gab City-Man Heini zum Besten. So mancher Ortsvorsteher aus der nächsten Umgebung hatte sein Fett ebenso weg bekommen wie die Euro-Tante aus der Nachbargemeinde. Bei der Wahrheit blieb auch die feine Dame, die sich nahezu in jeden der strammen Burschen vom Männerballett verliebt hatte. "Öt Marie on et Gret", die Retschen von der Träf, schossen ihre Narrenpfeile auf so manchen Zeitgenossen ab. Wer oder was sich im Ort im Laufe des Jahres so angeboten hatte, wurde auf die Schippe genommen. Im Vorjahr war das FKK-Projekt der beiden Möchtegern-Erfinder Kuschters Jäb und Dr. Meier-Degenhardt gescheitert.

Dieses Mal war der Umbau des verwahrlosten Sportplatzes mit Clubheim in Noswendel in ein multikulturell ökologisches Erlebniszentrum angedacht. Schnell war auszumachen, dass es sich um ein Rotlichthaus für das älteste Gewerbe der Welt handeln sollte. In der Märchenwelt durfte das Rumpelstilzchen mit seinen Geschichten und Witzen über Noswendeler und Gott und die Welt nicht fehlen. Im Wechsel mit den Büttenreden sorgten die Jugendgarde, Tanzmariechen und Wirbelwind Emely Konz, die große Garde sowie die Schautanzgruppe Harry Potter mit ihren tollen Tänzen in schmucken Outfits für viel Abwechslung und Erholung der Zwerchfelle.

Den krönenden Abschluss des karnevalistischen Treibens machte wie gewohnt das Männerballett mit einer aufwendigen Kostümierung und entführte das Narrenvolk in das gruselige Schloss von Frankenstein und Kumpanen. Schon 25 Jahre steht das Ensemble für Schwung und Temperament Pate, für gewollt unkontrollierte Begeisterung vor und auf der Bühne. Nahtlos ging es zum großen Finale über mit Abwinken bis in den Morgenstunden.

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 Tolle Auszeichnung in Anerkennung und Würdigung ihrer Verdienste für Inge Dönnemeier (Zweite von links) und Elisabeth Meier (Vierte von links); vom VSK dabei: Stefan Regert (von links), Bernd Mühlen und Helmut Wagner, rechts KV-Vorsitzender Frank Dönnemeier.
Tolle Auszeichnung in Anerkennung und Würdigung ihrer Verdienste für Inge Dönnemeier (Zweite von links) und Elisabeth Meier (Vierte von links); vom VSK dabei: Stefan Regert (von links), Bernd Mühlen und Helmut Wagner, rechts KV-Vorsitzender Frank Dönnemeier.

Die Mitwirkenden Moderatoren vom Elferrat der Noswendeler Fastnachter: Karoline Lorig, Frank Dönnemeier; Büttenredner: Hans Trampert (City-Man), Annette Simon (Feine Dame), Volker Morbe und Michael Dönnemeier (Projektentwickler), Werner Ludwig (Rumpelstilzchen), Inge Dönnemeier und Nadine Hart (Retschen von der Träf). Tänze: Kleine Garde, Große Garde, Tanzmariechen Emely Konz, Showtanzgruppe Harry Potter, Männerballett; Trainerinnen: Natascha Hoff, Nicole Zimmer, Julie Gilles, Anika Müller. Musik: Fombach-Duo.