Narren-Nachwuchs rockte die Bühne

Narren-Nachwuchs rockte die Bühne

Unter dem Motto „Zirkus und Noswendeler Kommedi“ haben die Narren bei ihrer Gala-Kappensitzung ein Feuerwerk der guten Laune gezündet. Die Akteure gaben Tänze, Sketche und knallige Büttenreden zum Besten.

Im Exil lässt es sich gut feiern. Das gilt weiterhin für den Karnevalsverein Graad see lääds Noswendel, der in der Büschfelder Schloßberg-Narrhalla an der Prims seine Gala-Kappensitzung über die Bühne bringen muss. "Zirkus und Noswendeler Kommeedi" war das große Motto und es rockten Akrobaten, Dompteure, Seiltänzerinnen, Jongleure, Magier, Wahrsagerin, Clowns und Tiere die Bühne, angeführt vom Zirkusdirektor Heribert Biesel.

Der Kommeedi war, um es vorweg zu nehmen, wie seine Vorgänger beste Reklame für die Narren vom See. Die Narrhalla war bis auf den letzten Stuhl besetzt, das närrische Volk präsentierte sich in teils farbenfrohen aber auch zuweilen skurrilen Kostümen. Die Stimmung war ausgezeichnet. Auf Tischen und Stühlen tobte das Narrenvolk, denn es wurde ein Feuerwerk der guten Laune abgebrannt, mit dem die Zwerchfelle aller Narren kräftig strapaziert wurden. Logische Folge, kaum ein Auge blieb trocken bei dem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm, das gespickt war mit bunten Tänzen, witzigen Sketchen, knalligen Büttenreden und vielen Schunklern, eingespielt vom Fombach-Duo.

Für das Männerballett war er nicht gut genug, auch wollte keiner ihn stemmen, aber Tanzen war weiterhin sein Traum. Also blieb für Werner Ludwig nur noch eine Solokarriere als Funkenmariechen. Trotz heißem Temperament, Kostüm von Lagerfeld, aber zu großem Ranzen und Trippeltierschritten, es ging nichts. Dafür zeigte Tanzmariechen Émmy Konz anschließend mit viel Akrobatik wie Spagat, Pirouetten und Schrittkombinationen ihren Gardetanz.

Eine feine Frau nannte sich verschwiegen, man könne ihr alles anvertrauen, viele haben es anscheinend getan, aber was sie dann vom Stapel lies, waren etliche Ehegeheimnisse, aber vornehmlich die Tänzer aus dem Männerballett brachte sie zuhauf in die Bredouille. Auf kölsche Musik tanzte die Jugendgarde ihren Gardetanz ab, derweil die große Garde mit bunter Marschmusik ihre Schrittkombinationen über die Bühne wirbelte. Die Textilasketen Jäb und Degenhardt, barfuß bis zum Hals, machte viel Reklame für den neuen Nudistenverein am Noswendel am See. Märchen erzählen nach Omas Art ist vorbei, heute werden diese Geschichten mit aktueller Musik erzählt.
Männer bekamen ihr Fett weg

Dies haben "Die 3sten Drei" lautstark auf die Bühne gebracht. Eingeschlafen ist niemand. Auch nicht beim Streitgespräch von Gret und Lissi. Nicht nur die eigenen Männer bekamen ihr Fett weg, auch den Zeitgenossen aus der Nachbarschaft haben sie übel mitgespielt. Beim Schautanz der Zirkus All Stars ging es bunt und temperamentvoll zu, derweil das Männerballett die Geschichte von Peter Pan erzählte, zugleich auch von Männern, die nie erwachsen werden sollten. Nach dem großen Finale wurde dann bis in die Morgenstunden gefeiert.

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AUF EINEN BLICKElferrat: Heribert Biesel, Frank Dönnemeier, Oliver Hennen, Frank Leidinger, Karoline Lorig, Claudia Ludwig, Diana Meier, Carmen Mertes, Astrid Schöner-Sünnen, Petra Schwebach und Susi Thome; Büttenredner: Werner Ludwig (Funkenmariechen), Annette Simon (Feine Frau), Michael Dönnemeier, Volker Morbe (FKKler), Nadine und Inge Dönnemeier (Zwei Rätschen von der Träf), Tina Gebard, Gernot Gebhard, Rolf Weiler (Die 3sten Drei). Tänze : Funkenmariechen Emmy Konz, Noswendeler Jugendgarde, große Garde, Männerballett und Schautanz STG Zirkus All Stars. Trainerinnen: Natascha Hoff, Julie Gilles, Nicole Zimmer und Anika Müller. Musik: Fombach-Duo Carmen und Josef Wagner. eb