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Mobiles Impfzentrum auf dem Parkdeck von Haco in Wadern ohne Termin

Von montags bis samstags geöffnet : Mobiles Impfzentrum im Haco in Wadern gestartet

Auf dem zweiten Parkdeck im Waderner Haco hat am Montag ein mobiles Impfzentrum eröffnet. Noch bis zum 7. August können sich dort Menschen täglich (bis auf sonntags) zwischen 12 und 17 Uhr gegen Corona impfen lassen.

Sie haben dabei die Wahl zwischen den Impfstoffen von Johnson & Johnson und Moderna. Sie müssen nur einen gültigen Impfausweis sowie einen Personalausweis mitbringen. Dabei muss sich niemand erst um einen Termin bemühen. In diesem mobilen Impfzentrum kann man vielmehr problemlos den Einkauf mit einem spontanen Impftermin kombinieren.

Für die Organisation ist Matthias Strauß verantwortlich, der jetzt mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom Impfzentrum Saarlouis aus zwei Wochen lang täglich das Haco in Wadern ansteuert. Am ersten Tag sind die beiden Ärzte Dr. Christian Heinen und Dr. Walter Berg im Impfzentrum auf Zeit dabei. Strauß sagt: „Wir sind hier organisatorisch gut aufgestellt. Die gerade geimpften Menschen können nach einer kurzen Wartezeit ihre von uns hier vor Ort ausgedruckten Impfbescheinigungen direkt mitnehmen.“ ersten Tag ließen sich in Wadern 125 Menschen impfen.

Insgesamt hätten mit dem Impfstart in Wadern gleich drei solcher mobilen Impfzentren in Kaufhäusern des Saarlandes ihren Betrieb aufgenommen. Und es funktioniert offensichtlich, denn die Warteschlange vor den Impfkabinen auf dem Parkdeck verlangte am ersten Tag bis zu anderthalb Stunden Geduld von den Menschen.

Wer sich für das Vakzin von Johnson & Johnson entscheidet, muss keine zweite Impfung mehr bekommen. Dagegen wird bei einer Impfung mit dem Produkt von Moderna noch eine Zweitimpfung erforderlich. Alle von der SZ in der Warteschlange angesprochenen Menschen nehmen die Wartezeit klaglos hin. Neben der freien Wahl zwischen zwei Impfstoffen loben sie vor allem den unkomplizierten Ablauf durch das freundliche Personal ohne die sonst üblichen vorherigen Terminabsprachen.

Als die Familie Huber aus Tholey aus der Reihe der Wartenden aufgerufen wird, darf die SZ mit in die geräumige Impfkabine. Andreas Huber nimmt auf einem Stuhl mit der dreijährigen Tochter Ida auf dem Schoß Platz. Weil die Kleine das Mindestalter von 18 Jahren noch längst nicht erreicht hat, drückt ihr Lisa Busch erst mal lächelnd eine Spielzeugspritze in die Hand. Mit großen Augen schaut Ida dann zu, sobald eine richtige Spritze ihren Papa mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson vor dem Coronavirus schützt. Andreas Huber: „Meine Frau und ich haben uns bewusst dazu entschieden, den Impfstoffen zu splitten, deshalb bekommt sie den Schutz vom Moderna.“