Mit Sandalen zum Weltreich

Spannend sind sie, die „Querdenkertage“ am Hochwald-Gymnasium. Hierbei geht es um die Förderung sehr begabter und motivierter Schüler.

Wie haben die Römer die Welt erobert? Viele denken, wenn sie diese Frage hören, an die überlegene Kriegstechnik oder die ausgefeilte Militärstrategie der Römer. Dass dabei ihre Sandalen eine große Rolle gespielt haben, darüber haben sich wohl die wenigsten Gedanken gemacht. Als Lara, Ronja und Holly die Vorzüge der römischen Sandale anhand eines Plakates erläutern, kann man beim Publikum dann auch in erstaunte Gesichter blicken. Sie erfahren: Die Sandalen waren so hergestellt, dass sie sich extrem gut an den Fuß angepasst haben. Unter der Sohle befanden sich Nägel, die dafür sorgten, dass sich die Sohlen nicht schnell abnutzten, so dass die Soldaten mit diesem Schuhwerk problemlos relativ lange Strecken zurücklegen konnten.

Lara, Ronja und Holly sind Teilnehmer des Projektes "Querdenkertage" am Hochwald-Gymnasium. Bei diesem Projekt geht es darum, besonders begabte und motivierte Schüler an acht Projekttagen zu fördern. Die Schüler kommen vom HWG selbst und den Grundschulen Wadrill, Nonnweiler und Lockweiler, die mit dem HWG kooperieren. Das Projekt steht immer unter einem besonderen Thema, diesmal ging es um "Das antike Rom". Am letzten Projekttag präsentierten die Teilnehmer ihren Eltern die Ergebnisse. Dabei zeigte sich die Vielfalt der bearbeiteten Themen und der angewandten Methoden.

Zum Beispiel wurde der Alltag römischer Familien vorgestellt, es wurde mit römischen Zahlen gerechnet, der römische Kalender wurde vorgestellt und die Zuschauer erfuhren, welche Erfindungen der Römer unser Alltagsleben bis heute prägen. Auch mit der Gründungssage der Stadt Rom und der Entwicklung des römischen Reiches hatten sich die jungen Querdenker beschäftigt.

Zu einigen Aspekten bekamen die Eltern auch Filme vorgeführt, die die Schüler im IPad-Raum des Hochwald-Gymnasiums produziert hatten. Eine Gruppe stellte das Leben des berühmtesten römischen Feldherren Julius Cäsar dar, eine andere erläuterte die Bedeutung des Kolosseums als römisches Amphitheater. Gegenstand eines weiteren Films war der Limes als Grenze zwischen dem römischen und germanischen Reich. Außerdem wurde der Aufbau eines Kastells im Film präsentiert. Die Filme bestanden aus Bildern zum Thema, dazu passenden Texten und gesprochenen Kommentaren. Zum Abschluss konnten die Eltern die Projektmappen begutachten, die die Kinder in den acht Projekttagen erstellt hatten und die alle Materialien enthielten, die bearbeitet worden waren. Die betreuenden Lehrer Dr. Heike Uhlmann-Schiffler und Edwin Didas betonten, wie gut und intensiv die Zusammenarbeit in der Gruppe war und mit welcher Begeisterung die Teilnehmer bei der Sache waren. Zum Abschluss gab es noch Teilnehmer-Urkunden für alle "Querdenker".

Zum Thema:

Projekte mit der Hochbegabtenförderung Die Idee zu den Querdenkertagen am Hochwald-Gymnasium ist in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle Hochbegabung Saarland "IQXXL" entstanden. In jedem Schuljahr gibt es zwei Projektphasen, die jeweils unter einem besonderen Rahmenthema stehen. Über einen Zeitraum von zwei Monaten wird einmal in der Woche ein Projekttag am HWG durchgeführt und am Ende werden die Ergebnisse der Projektarbeit vorgestellt. Das Hochwald-Gymnasium arbeitet dabei mit den Grundschulen Wadrill, Lockweiler und Primstal zusammen. Die Teilnehmer werden von den entsprechenden Schulen vorgeschlagen und kommen aus den Klassenstufen 4 und 5.