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Feuer
Mit dem Rettungsfahrzeug geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung

Beim Jahresrückblick des Löschbezirks Wadern wurde Jan Thyrassa von Stadtwehrführer Markus Linnig, links,befördert.
Beim Jahresrückblick des Löschbezirks Wadern wurde Jan Thyrassa von Stadtwehrführer Markus Linnig, links,befördert. FOTO: Erich Brücker
Wadern. Die Feuerwehr Wadern zieht Bilanz: Ehrenamtliche waren 1125 Stunden im Einsatz. Von Erich Brücker

„Mit der Indienststellung eines für den Löschbezirk Wadern neuen, aber gebrauchten Feuerwehrfahrzeuges, eines DLA (K) 23/12, so der offizielle Namen des Rettungsfahrzeuges für das rund 500 000 Euro teure Schmuckstück, das eine 30 Meter lange Leiter mit abknickbarem Arm und mit einem Rettungskorb für fünf Personen ausgestattet ist, haben wir einen langersehnten Wunsch schon einige Wochen vor dem Weihnachtsfest erfüllt bekommen“, berichtete Löschbezirksführer Pascal Steffen in seinem Jahresrückblick vor versammelter Mannschaft im Gerätehaus am Schwimmbad.



Rund 200 Einsatzstunden zuzüglich zu den erforderlichen Einsatz- und Übungsstunden für das Kennenlernen, Bedienen und Fahren des neuen Fahrzeuges mussten aufgebracht werden. Insgesamt hatten die 59 aktiven Feuerwehrfrauen und -männer, zwei weniger als im Jahr zuvor, stattliche 1125 freiwillige Stunden bei 68 Einsätzen im gesamten Jahr erbracht. Diese unterteilten sich in elf Einsätze aufgrund von Brandmeldeanlagen, wobei einige auch Fehlalarme waren.

15 Mal musste technische Hilfe geleistet werden, 17 Mal nachbarliche. Fünf Klein- und Mittelbrände wurden gelöscht, derweil musste ebenfalls zu fünf Verkehrsunfällen ausgerückt werden. Fünf Menschen konnten gerettet werden, einmal kam jede Hilfe bei der Rettung von Menschen zu spät. Bei 18 planmäßigen Übungen zu besonderen Aufgabenstellungen, auch mit anderen Löschbezirken, wurde eine Beteiligung von über 60 Prozent erreicht. Acht Brandsicherheitswachen wurden bei Festen und Feiern erbracht, dazu erfolgte eine Beteiligung beim Ableisten der Leistungsspange in Bachem, aber auch die Überprüfung von 285 Hydranten gehörten zur Arbeit im Vorjahr.

„Mit guter Beteiligung und guten Leistungen haben sich unterschiedliche Feuerwehrmänner und -frauen in der Aus-, Fort- und Weiterbildung auf Stadt-, Kreis- und Landesebene sowie an der Feuerwehrschule eingebracht“, betonte Steffen, der auch Revue passieren ließ, dass man in den Bereichen Gemeinwohl, Geselligkeit und Kameradschaft ebenfalls äußerst aktiv war. Während des Waderner Frühlings wurde eine Schauübung abgehalten, im Kindergarten Wadern sowie in der Grundschule Lockweiler Projektwochen durchgeführt, um die Kindern über das Feuerwehrwesen aufzuklären.

Neben einer Beteiligung am Weihnachtsmarkt mit zwei Ständen, dem Maibaumaufstellen mit Eiersammeln und –essen sowie Verkauf am Noswendeler See gehörten auch sportliche Betätigungen wie Wanderungen, Lauf- und Schwimmtreffs zum Jahresprogramm. Acht Jugendliche werden derzeit im Feuerwehrwesen ausgebildet, dazu etliche Freizeitmaßnahmen durchgeführt. Zwölf Kameraden zählt die Altersabteilung. Beobachter beim Jahresrückblick waren die Ortsvorsteher Marc Adams (Wedern) und Paul Venhuis (Dagstuhl), in deren Namen auch Helmut Turner, der stellvertretende Ortsvorsteher von Wadern, den Floriansjüngern den Dank und die Anerkennung der Bevölkerung für ihre nicht immer leichte Arbeit mit vielen Schwerpunkten übermittelte.

Für das neue Jahr wünschte Turner möglichst wenige Einsätze, von denen die Feuerwehrleute auch möglichst heil zurückkommen mögen. Stadtwehrführer Markus Linnig bescheinigte dem Löschbezirk Wadern eine gute und erfolgreiche Arbeit. „Die Anschaffung der Drehleiter trägt zur sicheren Arbeit ihren Teil dazu bei“, versicherte Linnig, der zudem Jan Thyrassa zum Oberfeuerwehrmann beförderte. Der 26-Jährige ist seit dem achten Lebensjahr Mitglied in der Feuerwehr.