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Steinberg: Mit 19 Jahren reif genug für die Verantwortung

Steinberg : Mit 19 Jahren reif genug für die Verantwortung

Malteser Hilfsdienst in Steinberg leitet einen Führungs- und Generationenwechsel ein. Jonathan Klauck übernimmt Ortsgruppe.

Zwei Gründe zum Feiern hatte die Ortsgruppe des Malteser Hilfsdienstes (MHD) in Steinberg: Nach mehr als zehn Jahren an der Spitze stellte der bisherige Ortsbeauftragte Markus Görgen das Amt zur Verfügung und leitete damit einen Generationswechsel ein. Darüber hinaus konnte die im Katastrophenschutz des Landkreises Merzig-Wadern als Unterstützungsgruppe Technik und Logistik fungierende Gliederung einen neuen Mannschaftswagen mit in Dienst stellen.

Diözesan-Geschäftsführer Werner Sonntag überreichte dem neuen Ortsbeauftragten Jonathan Klauck die Ernennungsurkunde und betonte, dass der erst 19-jährige Klauck aufgrund seiner bisherigen Ausbildung bei den Maltesern sicherlich das richtige Rüstzeug erhalten und daher auch die beste Eignung zur Führungspersönlichkeit habe. „Die Malteser in Steinberg sind ein starkes Team, in dem die Last auf viele kräftige und erfahrene Schultern verteilt ist. Zudem wird dort eine gute Jugendarbeit geleistet, die mit 16 Kindern von neun bis 15 Jahren und zwei Jugendgruppenleiterinnen ihre Früchte trägt. Für diese Gliederung mit gut geschulten und ausgebildeten Helfern wird Jonathan Klauck künftig die Verantwortung übernehmen und mit viel Herzblut und Teamgeist führen“, zeigte sich Sonntag zuversichtlich.

Klauck übernehme zwar eine mit zwölf aktiven Helfern kleinere Gliederung, die aber geordnet und gut aufgestellt ist. Er ist schon seit vielen Jahren für die Malteser aktiv, sowohl im Bereich der Jugendarbeit als auch als aktiver Helfer im Katastrophenschutz. „Neben der Ausbildung zum Einsatzsanitäter durfte ich in den letzten Jahren viele Fachausbildungen genießen. Besonders angetan hat es mir dabei der medizinische Bereich, in dem ich auch meine berufliche Zukunft sehe“, berichtete der neue Malteser-Chef, der derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Rettungsdienst absolviert, den anwesenden Gästen. „In meiner Freizeit gebe ich mich mit großer Freude der ehrenamtlichen Tätigkeit bei den Maltesern und für meinen Heimatort Steinberg hin. Die Malteser spielen in der aktiven Dorfgemeinschaft traditionell eine wichtige Rolle, die ich in Zukunft gerne erhalten und stärken möchte“ sagte der neue Ortsbeauftragte zu seinen künftigen Plänen. Auf die tatkräftige Unterstützung der aktiven Helferschaft vertraue er.

Zuvor dankte Sonntag dem ausgeschiedenen Beauftragten Markus Görgen für seine Einsatztätigkeit und kompetente Führung. Er hinterlasse ein gut bestelltes Feld und für seinen Nachfolger sicherlich große Fußspuren. Görgen wird künftig als ehrenamtlicher Geschäftsführer den Maltesern in Steinberg weiterhin die Treue halten.

Neu in Dienst gestellt wurde ein Mannschaftswagen der Marke Volkswagen, Modell T6, mit 150 PS und neun Sitzplätzen, der den Anforderungen der Ortsgruppe gerecht wird. Zum Teil in Eigenleistung wurde das Fahrzeug mit einer Sondersignalanlage, Heckwarneinrichtung und Digitalfunkgerät ausgerüstet. Diese Arbeiten wurden von Franz Josef Backes sowie Patrick Backes ausgeführt. Die Anschaffungskosten betrugen rund 36 000 Euro. Die Beschaffung war nur durch die Unterstützung der Unteren Katastrophenschutzbehörde des Landkreises Merzig-Wadern, des Fördervereins Malteser Steinberg sowie vieler privater Spender möglich. Das Fahrzeug wird sowohl im Katastrophenschutz als Zugfahrzeug für den Anhänger der Unterstützungsgruppe Technik und Logistik als auch für die Jugendarbeit genutzt. Diakon Weber nahm die Einsegnung des Fahrzeuges vor.

Der Kreisbeigeordnete Bernd Altpeter, der Stadtbeigeordnete Manfred Paulus sowie der stellvertretende Ortsvorsteher Michael Dewald gratulierten dem Steinberger Malteser Hilfsdienst zum neuen Fahrzeug und wünschten dem neuen Ortsbeauftragten ein gutes Händchen bei seiner neuen Aufgabe.