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Lizanne und Ninon debattieren am besten

Lizanne und Ninon debattieren am besten

Die beiden Schülerinnen des Hochwald-Gymnasiums Wadern werden beim Landesfinale in Saarbrücken antreten.

"Soll eine Kennzeichnungspflicht für Fleisch aus Massentierhaltung eingeführt werden?" Mit dieser Frage setzten sich die vier Finalisten auseinander, die sich beim Regionalwettbewerb "Jugend debattiert" in Völklingen in der Altersstufe Klasse 8 bis 10 für das Finale qualifiziert hatten. Vehement für eine solche Kennzeichnungspflicht traten Lizanne Johann und Judith Johann vom Hochwald-Gymnasium (HWG) in Wadern ein. Sie betonten die negativen Effekte der Massentierhaltung und forderten deshalb ein entsprechendes Label auf den Verpackungen und - parallel zu Zigarettenverpackungen - Schockfotos auf der Ware.

Die Gegenseite in der Debatte vertraten Julian Kahlen und Hanna Bremerich vom Marie-Luise-Kaschnitz Gymnasium in Völklingen. Zuvor hatten die vier Finalisten sich in zwei Vorrunden mit insgesamt zwölf Teilnehmern für das Regionalfinale qualifizieren müssen.

Im Teilnehmerfeld waren folgende Schulen vertreten: Gymnasium am Stefansberg (Merzig), Peter-Wust-Gymnasium (Merzig), Hochwald-Gymnasium (Wadern), Robert-Schuman-Gymnasium (Saarlouis), Gymnasium am Stadtgarten (Saarlouis), Schengen-Lyceum und Peter-Dewes-Gemeinschaftsschule (Losheim).

Die Debattanten wurden von einer Jury nach den Kriterien Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft bewertet. Große Spannung herrschte im Saal, als das Ergebnis bekannt gegeben wurde. Dann gab es Jubel bei den HWG-Vertretern: Platz 1 belegte Lizanne Johann. Gemeinsam mit dem Zweitplatzierten Julian Kahlen wird sie nun beim Landesfinale in Saarbrücken antreten. Platz 3 ging an Judith Johann und Platz 4 an Hanna Berberich.

Im Finale der Altersgruppe Klasse 10 bis 12 konnte das Hochwald-Gymnasium diesen Erfolg dann wiederholen. Ninon Mehnert aus Wadern siegte hier vor Leslie Leinenbach vom Robert-Schuman-Gymnasium. Die Plätze 3 und 4 belegten Lena Wiethaus (Marie-Luise-Kaschnitz Gymnasium) und Jonas Daub (Peter-Wust-Gymnasium). In dieser Debatte ging es um die Frage "Sollen in Stadt- und Gemeinderäten Jugendquoten eingeführt werden?" Ninon Mehnert nahm hier die Kontra-Position ein. Sie argumentierte mit der fehlenden Erfahrung und dem fehlenden politischen Interesse bei den Jugendlichen und forderte statt dessen die Einrichtung von Jugendräten, in denen die Jugendlichen an die Politik herangeführt werden könnten. Mit ihrer Argumentation konnte sie die Jury überzeugen, die ihr in der Rückmeldung zur Debatte auch eine sehr gute Ausdrucksfähigkeit attestierte.

Damit ist das Hochwald-Gymnasium in beiden Altersgruppen im Landesfinale vertreten, bei dem die Startplätze für das Bundesfinale in Berlin vergeben werden. Zuvor erhalten die Teilnehmer jedoch noch eine dreitägige Rhetorikschulung. Diesen Preis haben sie mit ihren Siegen im Regionalwettbewerb gewonnen.