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Linie, Struktur und Rhythmus

August Clüsserath: Ohne Titel (III-4), 1965, Acryl auf Leinwand. Foto: Zentrum AC
August Clüsserath: Ohne Titel (III-4), 1965, Acryl auf Leinwand. Foto: Zentrum AC FOTO: Zentrum AC
Dagstuhl. Insbesondere das Spätwerk von August Clüsserath steht im Mittelpunkt der Ausstellung in Schloss Dagstuhl. Die Ausstellung zeigt 40 Arbeiten – vom großformatigen Acrylgemälde bis zur Tuschearbeit. red

August Clüsserath zählt zu den wichtigsten saarländischen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Eine Ausstellung auf Schloss Dagstuhl , Leibniz-Zentrum für Informatik in Wadern, würdigt den Maler und Grafiker zu seinem 50. Todestag und gewährt Einblicke insbesondere in sein Spätwerk.

Am Sonntag, 13. März, um 15.30 Uhr, bietet sich für interessierte Kunstliebhaber die Möglichkeit, bei einem geführten Rundgang mit der Kuratorin der Ausstellung, Beate Kolodziej, M.A., die Werke von August Clüsserath zu erleben.

Der Weg zur Abstraktion



Zunächst von gegenständlichen Strömungen wie der Neuen Sachlichkeit inspiriert, gelangte August Clüsserath nach der Auseinandersetzung mit Positionen des Bauhauses und des Kubismus ab Ende der 1950er Jahre zu einem vollkommen abstrakt gestischen Stil.

Formen lösen sich auf, Linien und Strukturen bewegen sich rhythmisch frei in seinen Bildern. Knapp 40 Arbeiten repräsentieren in der Ausstellung diese Schaffensperiode - vom großformatigen Gemälde bis zur zarten Tuschearbeit auf Papier.

Die Ausstellung ist noch bis zum 8. April im Informatikzentrum Schloss Dagstuhl zu sehen. Die regulären Besichtigungstermine sind: Montag bis Donnerstag 9 bis 16 Uhr, Freitag 9 bis 14 Uhr. Um telefonische Voranmeldung unter (0 68 71) 90 50 wird gebeten.

www.dagstuhl.de/Kunst

Zum Thema:

Zur PersonAugust Clüsserath: 1899 geboren in Völklingen-Fenne, 1919 bis 1925 Arbeit als Maurer, Buchhalter, Techniker , Zeichner und Abrechner im Baugewerbe, 1926 bis 1932 Studium an der Staatlichen Schule für Kunst und Kunstgewerbe Saarbrücken, Meisterschüler von Oskar Trepte, 1932 bis 1939 freier Maler , 1940 bis 45 Übersiedelung nach Berlin, dort Arbeit als Abrechner und Techniker , 1945 bis 1948 freier Künstler und Dozent an Volksschule in Mecklenburg, 1949 Rückkehr ins Saarland, 1950 Mitbegründer der "Neuen Sezession", 1956 bis 1964 Kunsterzieher an Völklinger Gymnasien, 1957 Gründungsmitglied der "neuen gruppe saar", 1966 gestorben in Saarbrücken. red

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