Kriminelle Machenschaften in bester Mundart

Wadern : Kriminelle Machenschaften in bester Mundart

Der in Wadern aufgewachsene Schauspieler Klaus Ebert spielt in der saarländischen Mundart-Serie „Unter Tannen“ mit.

„Café Molter?“ - „Ja, klar!“ Das Schmunzeln ist bei Klaus Ebert deutlich zu spüren, als es um einen geeigneten Ort zum Treffen geht. Das Traditionscafé am Waderner Markt beherbergte schließlich Generationen von Schülern in ihren Freistunden. So auch den in Wadern aufgewachsenen Ebert, der hier das Hochwald-Gymnasium besuchte, bevor es ihn nach einigen Umwegen auf die Bühnen des Landes zog. Köln, Hamburg, Bremerhaven und München lauten einige Stationen, an denen Klaus Ebert Mitglied von Theater-Ensembles war. Rollen aus Klassikern wie Torquato Tasso oder König Lear gehören genauso zu seinem Repertoire wie Kurz- und Kino-Filme, TV-Serien und Werbe-Spots.

Als er vor knapp drei Jahren eine Anfrage für eine Mundart-Serie in saarländischem Dialekt bekam, war er natürlich sofort neugierig und sagte nach Sichtung des Drehbuchs von „Unter Tannen“ gerne zu. In der Serie des Jung-Regisseurs Thomas Scherer geht es um drei saarländische Waldarbeiter, die im saarländischen Forst einen Koffer mit sehr viel Geld entdecken. Doch das Glück mit der schnellen Kohle währt nicht lange, denn der zwielichtige Kunsthehler Dieter möchte das Geld zurückhaben. Ein Problem für die Arbeiter, die schon eifrig „investiert“ haben. Also müssen sie im Gegenzug einige nicht astreine Aufträge für den Gangster und seine Handlanger durchführen.

Klaus Ebert spielt in der vierteiligen Serie in Zusammenarbeit mit dem Saarländischen Rundfunk den Gangster-Gehilfen Kevin, der eigentlich ein gutes Herz und so langsam die Nase voll von der Tyrannei seines Chefs Dieter hat. „In dem Charakter bewegt sich im Laufe der Serie etwas, er beginnt seine innere Rebellion. Das gefällt mir sehr zu interpretieren“, erklärt der Schauspieler, dem es auch großen Spaß macht, zum ersten Mal in seinem Heimatdialekt zu spielen. Im Dezember 2017 fand die Erstausstrahlung der Serie statt – und wurde so begeistert aufgenommen, dass zwei neue Episoden realisiert wurden.

Diese Dreharbeiten fanden im Sommer 2018 nun sogar zum Teil in seiner Heimatstadt Wadern statt. „Das war natürlich toll. Vom Frühstückstisch meines Bruders gerade mal 300 Meter zum Kino gehen zu müssen, wo gefilmt wurde“, erzählt Ebert. Die Lichtspiele Wadern boten eine stimmungsvolle Kulisse für die Miniserie. Und der Waderner genoss die Arbeit in der Heimat sehr, vor allem da er seit anderthalb Jahren in Südschweden, der Heimat seiner Partnerin, lebt. „Da ist es natürlich umso schöner, wenn man zum Filmen ,nach Hause’ kommen kann“, schmunzelt er. Aber auch in Schweden kennt er es mittlerweile, dass vor der Haustür Produktionen stattfinden und er nicht weit anreisen muss: „Gerade mit Kind ist das sehr praktisch“, erklärt der Mime, der in der Region lebt, wo die weithin bekannten „Inga-Lindström“-Filme gedreht werden und er auch schon für Produktionen vor der Kamera stand.