| 20:43 Uhr

Krankenhaus
„Krankenhausplanung nach Gutsherrenart“

Dagmar Ensch-Engel
Dagmar Ensch-Engel FOTO: Sir Dennis
Wadern. ) Seit 2010 begleitet die Kreisvorsitzende der Linken und stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Landtag Dagmar Ensch-Engel das Trauerspiel um das Krankenhaus Wadern. „Es ist das reinste Possentheater, ein Spiel um Macht und viel Geld und das alles auf dem Rücken der Menschen in Wadern und Umgebung“, sagt Ensch-Engel erzürnt.

) Seit 2010 begleitet die Kreisvorsitzende der Linken und stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Landtag Dagmar Ensch-Engel das Trauerspiel um das Krankenhaus Wadern. „Es ist das reinste Possentheater, ein Spiel um Macht und viel Geld und das alles auf dem Rücken der Menschen in Wadern und Umgebung“, sagt Ensch-Engel erzürnt.


Aus Sicht der Politikerin wird der Versorgungsauftrag gegenüber den Bürgern sträflich vernachlässigt, dafür aber werden die Interessen eines Krankenhausträgers eifrig bedient. „Offensichtlich haben Krankenhausträger hier im Saarland Narrenfreiheit und fühlen sich in ihrem Handeln auch noch sicher, denn wie kann es sein, dass ein Jahr vor Schließung des Krankenhauses Wadern eine Verbundklinik hochgejubelt wurde, und nunmehr nach Schließung, wegen Überkapazitäten, wieder ein Bettenbedarf besteht?“, fragt die Landtagsabgeordnete.

Die Politikerin fühlt sich getäuscht und steht mit ihrer Auffassung nicht alleine da. Dieser Tage besuchte Ensch-Engel die Bürgerinitiative Nordsaarlandklinik und informierte sich über die Stimmungslage. „Hört man die Betroffenen, so ist weder die Grund- noch die Notfallversorgung in Wadern optimal gewährleistet.“



Das Vertrauen in den Träger und die Verantwortlichen für die Krankenhauslandschaft im Saarland scheint nachhaltig gestört zu sein, argwöhnt sie. „Für die Linke erklärt es sich insbesondere nicht, wieso Gelder aus einem Krankenhausstrukturfonds fließen um Betten abzubauen und fast gleichzeitig wird ein Bedarf von 130 Betten angezeigt: Das wirft Fragen auf ob der Rechtmäßigkeit dieser Auszahlung!“

Die Kreisvorsitzende der Linken fordert die Landesregierung auf, die Krankenhausplanung endlich selbst in die Hand zu nehmen und nicht weiter den Trägern zu überlassen.