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Dagstuhl
Konkrete Kunst im Schloss

Überlagerung hat Julia Lutz ihr Werk mit Tusche auf Bütten genannt. Es ist 32,3 x 27 Zentimeter groß und stammt aus dem Jahr 2012.
Überlagerung hat Julia Lutz ihr Werk mit Tusche auf Bütten genannt. Es ist 32,3 x 27 Zentimeter groß und stammt aus dem Jahr 2012. FOTO: Julia Lutz / julia lutz
Dagstuhl. Junge HBK-Künstler stellen ihre Werke auf Schloss Dagstuhl aus. Gezeigt wird zudem Kunst aus den Beständen von Saartoto.

(red) Seit dem 19. Februar sind auf Schloss Dagstuhl Kunstwerke aus den Saartoto-Kunstbeständen sowie junger Künstler aus Ateliers der Hochschule der Bildenden Künste (HBKsaar) zu sehen. Dies teilte das Informatikzentrum Schloss Dagstuhl mit. Die Ausstellung ist bis 20. April zu sehen.


Konkrete Kunst aus den Saartoto-Beständen bildet die konzeptuelle Basis der Ausstellung. Das Aufspüren konkreter Bildsprachen und Herangehensweisen in Positionen junger Kunstschaffender der HBKsaar beleuchtet die universelle Wirksamkeit und zeitlose Gültigkeit und zeigt zugleich neue Spielarten dieses fundamentalen Gestaltungsrepertoires.

„Linienzüge und Farbüberlagerungen, elementares Formenspiel, poetische und typografische Textvariationen sowie Serialität und Transformation bilden die Schnittmenge zwischen etablierter freier und junger angewandter Kunst“, heißt es in der Mitteilung des Informatikzentrums. Konstellationen des Begründers der konkreten Poesie, Eugen Gomringer, konkrete Fotografie von Kilian Breier, Linienmodulationen in Weiß von Leo Erb, Farbnuancierungen der HBK-Absolventin Julia Lutz und noch mehr Konkretes aus den Archivbeständen trifft auf Designexperimente mit Wort, Text und Schriftarten und auf das Wiederentdecken elementarer Formen in fotografischen Architektur- und Raumausschnitten.



Klarheit, die Tendenz zur Vereinfachung und die Verlangsamung der Lesegeschwindigkeit führen in der konkreten Kunst zum Schärfen der Sinne und zum Verfeinern der Wahrnehmung.

„Nicht nur um die Alltagstauglichkeit und Lesbarkeit ihrer Designkonzepte zu steigern, greifen junge Gestaltende diesen visuellen Baukasten auf, sondern sie wecken im innovativen Spiel mit dessen vielfältigen Möglichkeiten das Bewusstsein für unsere Lebensumwelt, unser Konsumverhalten und aktuelle Werbestrategien“, schreiben die Veranstalter.

Die kombinierte Präsentation von Kunst und Design lässt die zeitlose Relevanz des Konkreten als Ruhe- und Orientierungspol innerhalb der visuellen Fülle heutiger Lebens- und Konsumwelten anklingen.

Die Ausstellung ist bis 20. April zu folgenden Öffnungszeiten in Schloss Dagstuhl in Wadern zu sehen: montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr, freitags von 9 bis 13 Uhr. Samstag und Sonntag ist die Ausstellung geschlossen. Kontakt unter der Telefonnummer (0 68 71) 90 50. Weitere Infomationen gibt es auch im Internet unter http://dagstuhl.de/kunst.