Kinder machen Musik für Kinder in Not

Kinder machen Musik für Kinder in Not

350 Euro erspielten die Kinder der Musikschule Merzig-Wadern vor kurzem bei einem Benefizkonzert in der Aula des Hochwald-Gymnasiums Wadern. Die Spenden kommen dem Hilfsfonds „Kinder in Not“ zugute.

Mit einem bunten Reigen an Melodien unterstützten die Jungen und Mädchen der Musikschule Merzig-Wadern den Hilfsfonds, der zu dem Fonds "Bürger in Not" zählt, und notleidenden Kindern hilft. Verstärkung erhielten die Nachwuchsmusiker von Schülern der Grundschulen Hilbringen und Schwemlingen, die Ausschnitte aus dem Musical "Die drei Kater in Paris" zeigten.

Musikalische Zeitreise



Eröffnet wurde der Abend von Musiklehrer Konrad Thome mit einem "Trio Grave", bevor er den "Tanz der Indianer" interpretierte. Weiter ging es mit dem Gitarren-Ensemble unter der Leitung von Bernd Dahlmanns und mit den fünf Instrumentalistinnen des Querflötenensembles. Mit Leiterin Monika Heinz starteten sie mit dem Publikum zu einer musikalischen Zeitreise.

Mit von der Partie war der Kinderchor, von Carmen Klein geleitet. Das Ensemble begrüßte die Zuschauer mit dem Kanon "Hey, Hello, Bonjour, Guten Tag" und präsentierte Kinderstücke wie "Blinke blinke, kleiner Stern".

Ihren Teil zum Konzert trugen die Grundschüler aus Hilbringen und Schwemlingen mit Ausschnitten aus dem Musical "Die drei Kater in Paris" von Andreas Handke bei. Die Kater lernen in Paris die Besonderheiten der französischen Kultur kennen und werden zu einem Festival nach Venedig eingeladen. "Kunst, so lehrt das Stück, verbindet - ganz egal, woher man kommt, wie man aussieht und welche Sprache man spricht", sagte Musikschulleiter Dieter Boden.

"Es ist uns ein großes Anliegen, von Beginn an das Zusammenspiel zu fördern. Das zeichnet uns als öffentliche Musikschule aus ", betonte Boden. Das sei das erklärte Ziel des Projekts "Singen macht Schule". Boden: "In dem Projekt werden alle Kinder, unabhängig von ihrer Herkunft, gefördert. Denn leider ist eine musikalische Bildung in Deutschland oft Kindern vorbehalten, deren Eltern sie sich auch leisten können." Daher sei es so wichtig, das Projekt bereits in der ersten Klasse zu beginnen, wenn noch alle Kinder gemeinsam lernen.

Neben Hilbringen und Schwemlingen beteiligen sich nach Bodens Worten unter anderem auch Grundschulen in Besseringen, Mettlach, Perl und Besch an dem Projekt. Dabei gestalten Lehrer der Musikschule einmal wöchentlich den regulären Musikunterricht mit. Ab dem zweiten Schuljahr wird das Projekt dann als offene Arbeitsgemeinschaft angeboten. "Jedes Kind sollte die Chance bekommen, sich über seine Stimme auszudrücken, ein Gespür für Musik zu entwickeln und mit anderen zu musizieren", zeigt sich Boden überzeugt.