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Störung
Kein Anschluss unter der Nummer

Im Löstertal ist telefonieren in vielen Haushalten nicht möglich. Die Telekom nannte Hochwasser als Grund, das das Kabel zerstört habe. 
Im Löstertal ist telefonieren in vielen Haushalten nicht möglich. Die Telekom nannte Hochwasser als Grund, das das Kabel zerstört habe.  FOTO: dpa / Marc Müller
Löstertal. Seit einer Woche sind Anschlüsse im Löstertal tot. Vor allem Senioren und Unternehmer, die auf das Telefon angewiesen sind, leiden.

Telekom-Kunden im Waderner Ortsteil Löstertal sowie der nähreren Umgebung müssen seit rund acht Tage auf ihren Festnetz-Anschluss verzichten. „Der von Ihnen gewünschte Teilnehmer ist zurzeit nicht erreichbar“, informiert eine freundliche Stimme am anderen Ende der Leitung Anrufer, die versuchen im Bereich des Löstertals zu telefonieren. Laut der Telekom sind maximal 50 Anschlüsse im Waderner Ortsteil von dieser Störung betroffen. Darunter leiden vor allem ältere Menschen, die oft auf schnelle medizinische Hilfe angewiesen sind oder ortsansässige Unternehmen, die für ihre Kunden nicht mehr erreichbar sind.


„Bei mir geht hier gar nichts“, sagt ein selbstständiger Unternehmer, der mit seinem Betrieb im Löstertal betroffen ist. „Ich habe mir eine Rufumleitung auf mein Handy einrichten lassen, aber selbst damit habe ich nicht überall Empfang.“ Dadurch, dass er für seine Kunden nur schlecht erreichbar sei, habe er finanzielle Einbußen von  rund 200 Euro pro Tag.

Von Seiten der Telekom gab es keine Ankündigung, dass es Einschränkungen der Festnetzanschlüsse geben wird. Auf SZ-Nachfrage gab das Telekommunikationsunternehmen an, dass durch das Hochwasser der Löster und dem Lösterbach der letzten Wochen Kabel beschädigt wurden. Da sich die Fehlerstelle an einer Landstraße befindet, musste zunächst eine Genehmigung eingeholt werden, so Stephan Althoff von der Deutschen Telekom weiter. Insgesamt mussten rund 20 Meter Kabel neu verlegt und anschließend zusammengefügt werden. Die Telekom teilte auf SZ-Anfrage mit, dass die Arbeiten am gestrigen Freitag abgeschlossen wurden, doch im Löstertal stehen die Telefone nach Aussage von Betroffenen noch immer still. Eine anonyme Quelle aus der Gegend berichtet, dass die Bauarbeiten noch bis nächste Woche andauern werden.