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Büschfeld
Mit einem Dutzend Leuten begann die Gaudi

Vereinsgründerin Beate Kläser wirbelte bei der jüngsten Gala-Kappensitzung als Tanzmariechen über die Bühne.
Vereinsgründerin Beate Kläser wirbelte bei der jüngsten Gala-Kappensitzung als Tanzmariechen über die Bühne. FOTO: Erich Brücker
Büschfeld. In Büschfeld feiert der KV „De Nawwel der Welt“ an diesem Samstag 2 mal 11 Jahre Jubiläum.

Der Karnevalsverein „De Nawwel der Welt“ Büschfeld feiert an diesem Samstag, 1. September, sein 2 x 11-jähriges Vereinsbestehen. Damit zählt er, gegründet am 5. Mai 1996, zu den jüngeren Fastnachtsvereinen im Kreis.  Seine Veranstaltungen begeistern das Publikum. Eine erste große Gala-Kappensitzung hatte der Verein am 25. Januar 1997 in der Schloßberg-Narrhalla. Erster Sitzungspräsident war Helmut „Nelli“ Krämer, damals  Ortsvorsteher. „Beate Kläser war die Urheberin des Karnevalvereins“, erinnert er sich. „Unermüdlich hat sie mit viel Ehrgeiz und Idealismus darum gekämpft, den Verein aus der Taufe zu heben“, sagt der heute 78-Jährige. Mit der Gründung des Vereins sei wieder Gaudi an den närrischen Tagen garantiert. Sechs oder gar sieben Jahre lang habe er durch das Programm der Kappensitzungen geführt. Lautstark, mit vielen humorvollen Versen hat er durch das Programm moderiert,  hat  Büttenredner oder Tanzformationen angekündigt. Das sei sein Ding gewesen.


„Pastor Wilmes, Diakon Eckert und Landtagspräsident Kaspar konnte ich in den Elferrat bewegen“, sagt „Nelli“  stolz. Anfangs habe der Verein  zwei Sitzungen jährlich auf die Beine gestellt, im Laufe der  Jahre  seien diese auf eine Prunksitzung reduziert worden.

Die Gründerin sagt zu ihrer Idee, einen Karnevalsverein zu gründen: „Wir waren etwa ein Dutzend junger Leute, hatten Spaß an der Freude, wollten an den närrischen Tagen feiern. In Büschfeld war die Faasend tot, den legendären Fischerball gab es nicht mehr.“



Die Chemie zwischen ihr  und ihren Mitstreitern hat nach den Worten der engagierten Fastnachterin gestimmt. So wurde Beate Kläser auch zur ersten Vorsitzenden des neuen Vereins gewählt. Darüber hinaus war sie Stimmungskanone in der Bütt. Edeltraut Schäfer, die Bildzeitung von der Höh, gehörte ebenso zu den unvergessenen Größen wie Dagmar Strohm, Ulrike Meyer, Maria Graus und Ursula Werner, um nur einige zu nennen.

Von Anfang an gab es ein Männerballett, anfangs mehr ulkig, heute mehr sportlich-akrobatisch. Auch viele bunte Tanzformationen drückten neben Tanzmariechen Stefanie Kläser den Kappensitzungen ihren Stempel auf. Im dritten Jahr des Vereinsbestehens, Session 1998/99, gab es erstmals mit Prinzessin Ulli I. (Meyer-Wilkin) und Prinz Maic I. (Haben) ein Regentenpaar. Die Session 2015/16 wurde in Ermangelung eines Paares mit einem Dreigestirn, Prinzessin Tobi, Bauer Salli und Prinz Sean vorliebgenommen.

Mittlerweile hat die zweite Generation an närrischem Volk das Zepter der Vereinsgründer übernommen. Im Jubiläumsjahr ist Melanie Felden Vereinsvorsitzende.

Aus kleinen Anfängen hat sich der Fastnachtsumzug entwickelt. Anfangs wurde er von Richard Lauck mit seinem Rasenmäher angeführt.  „Wir Eltern sind mit den Kindern mitgezogen, haben anschließend im Restaurant Kuhn Kinderkarneval gefeiert“, erinnert sich Veronika Krämer, die Ehefrau von „Nelli“, an diese schöne Zeit zurück. Aus dem Gaudiwurm ist der Faasendumzug entstanden, den es seit Mitte der 70er Jahre gibt und der sich immer sonntags durch die Straßen von Büschfeld schlängelt. Er ist Sache der Vereinsgemeinschaft.

Die Prinzenpaare der jüngsten Session: Prinzessin Natalie I. und Prinz Florian I. sowie vorne das Kinderprinzenpaar Lukas und Talisha
Die Prinzenpaare der jüngsten Session: Prinzessin Natalie I. und Prinz Florian I. sowie vorne das Kinderprinzenpaar Lukas und Talisha FOTO: Erich Brücker
(eb)