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Steinberg
Kappensitzung der „närrischen Drei“ ließ die Narrhalla erbeben

FOTO: Erich Brücker
Steinberg. Von Erich Brücker

Zur 31. Kappensitzung entführten die „Närrischen Drei“, Damenturnverein, Sportverein und Alte Herren des SV, ihr Narrenvolk in die Nordsaarlandklinik Eichenlaub-Narrhalla nach Stämrisch, den höchst gelegensten Ort der Hochwaldstadt Wadern. Dort herrscht bekanntlich ein gesundes Reizklima vor, das zusammen mit viel Klamauk zur Genesung so manch menschlicher Schwächen beitragen soll. Professor Doktor Bodo, Facharzt für allerlei Nebensächlichkeiten obenrum um den Knausen, sowie der Leitende Oberarzt Dr. Dachlatt, Facharzt für Frauen mit Spezialgebiet nicht ganz so weit oben, führten mit witziger und humorvoller Moderation traditionell durch ein abwechslungsreiches unterhaltsames Programm mit spitzzüngigen Büttenreden, tollen Tänzerinnen und Tänzer in schönen Kostümen sowie humorvollen Gesangsdarbietungen.


Das Fombach-Duo Jupp und Carmen als Klinikkapelle trug mit fetziger Musik ebenfalls zum Gelingen des närrischen Abends bei. Ein gut aufgelegtes Narrenvolk kam voll auf seine Kosten und sparte nicht mit Applaus und Raketen für die gezeigten Darbietungen. Den Anfang auf den Narrenbrettern machten die Gardemädchen mit einem sportlich akrobatischen Gardetanz. Eisbrecher in der Bütt war ein geplagtes Ehepaar. Sehr zur Freude des Publikums plauderten sie aus dem Nähkästchen, von ihren Marotten und Wehwehchen, ließen gegenseitig kein gutes Haar aneinander.

Anschließend entführte der Tanz der kleinen Showtanzgruppe ins Dschungelbuch Gleich 17 jungen und Mädchen erzählten die Abenteuer des kleinen Mogli, des fröhlichen Bären Balu und des bösen Tigers Shir Khan. Es folgte ein Abstecher in eine Reitschule, in der es nicht immer astrein und ordentlich zuging. Zwei „Schnissschwoarter“ kalauerten über ihre besseren Hälften, die eigentlich keine waren. Auch zwei Jäger auf der Pirsch gaben ihr Jägerlatein zum Besten, da war wohl jeder von ihnen der beste Schütze, nicht nur wenn es ums Wild ging. Derweil erzählte Cityman Hans, schon 46 Jahre verheiratet, was in dieser langen Zeit so alles zwischen Bett und Tisch passiert ist, wer wohl die besseren Vorzüge hatte. Da wurde dem Götterweib schon so manches aufs Brot geschmiert.



Die Läädbachspatzen begaben sich in ihrem Vortrag auf die Suche nach dem Stämrischer Superstar. Darüber hinaus parodierten sie in lustigen Worten über einige Begebenheiten, die das alte Jahr so schrieb. Ein Baum, der unschöner nicht sein kann, nennt die Stadt Weihnachtstann. Beim Martinsfeuer konnten die Kinder nur noch Asche sehn. Wirt „Daumen“ bekam auch sein Fett ab, hat er doch vorm Gasthaus die Linde gestutzt. Mit „Brouder, das wird Freude bringen, Stämrischer und die Kusingen in einer Mannschaft“, halten die Läädbachspatzen nicht viel von einer möglichen Fußballspielgemeinschaft.

Zwischendurch heizten die Hot Dancing Chicken mit einem schmissigen und sportlichen Rock’n Roll die Stimmung weiter an, die Stone Hill Rockers entführten in die Achtziger und das Männerballett zeigte sich als Rettungsschwimmer von Baywatch im knallroten Gummiboot und setzte mit seinem Tanz den finalen Höhepunkt.

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Das Männerballett glänzte als Rettungsschwimmer.
Das Männerballett glänzte als Rettungsschwimmer. FOTO: Erich Brücker