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Kämpfen für Solidarität und soziale Gerechtigkeit

Kämpfen für Solidarität und soziale Gerechtigkeit

Einen festen Platz bei der IGBCE-Ortsgruppe Mittlerer Hochwald hat der alljährliche Familienabend mit Ehrung treuer Gewerkschaftsmitglieder. Dieser fand im Bürgerhaus Morscholz statt, inklusive musikalischer Umrahmung vom Fombach-Duo, einer Tombola und eines guten Essens.

Viele lobende Worte, Dank und Anerkennung gab es zu hören, kritische Töne wurden aber auch angestimmt. Vorsitzender Rolf Welter sprach den Jubilaren für ihre Treue und Mitarbeit bei der Verwirklichung wichtiger gewerkschaftlicher Ziele Dank und Anerkennung aus.

. Solidarität sei in der heutigen schnelllebigen Zeit nicht selbstverständlich, umso mehr seien Jubilare Beispiel für eine solidarische Gemeinschaft und Vorbilder für die junge Generation. Kritisch merkte Welter an, dass man in Deutschland eine bessere Sozialpolitik brauche. Dafür müsse man sich stark machen. Schließlich sei Sozialpolitik die Bezeichnung für Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Situation, insbesondere von benachteiligten Mitbürgern. "Hier haben unsere Volksvertreter in vielen Bereichen versagt", betonte der Vorsitzende. "Die Demokratie zu schützen, die Armut zu bekämpfen und die Lebensqualität zu sichern", nannte Welter die Ziele der Gewerkschaftsarbeit, der einen Blick auf die Wahlen im nächsten Jahr wagte. Im Hinblick auf Wahlversprechen wie mehr Kindergeld oder mehr Rente und weniger Steuern wolle er nicht belogen werden. "Die IGBCE hat sich immer zum Ziel gesetzt, eine Politik zu unterstützen, die für Arbeit, Chancengleichheit, Solidarität und soziale Gerechtigkeit steht", mahnte er.

"Erst in einer Zeit der Unruhe kann man Treue erkennen", zitierte Gewerkschaftssekretär Detlef Uthe den chinesischen Philosophen Konfuzius . Derzeit bereiten einige Firmen Probleme hinsichtlich Erhaltung von Arbeitsplätzen. Sogar von Schließungen sei die Rede. Sorgen bereiten überall die kleinen Renten und Altersarmut.

"Die IGBCE ist bemüht, ordentliche Tarifabschlüsse zu erzielen, denn faire Löhne garantieren auch faire Renten ", so der Gewerkschafter. Bedauerlich findet er, dass es immer schwieriger wird, Mitglieder zu gewinnen, obwohl die Gewerkschaften einiges zu bieten haben. Zusammen mit dem Vorsitzenden Welter zeichnete Uthe die Jubilare für ihre Treue mit Ehrenurkunde und Geschenk aus.

Zum Thema:

AUF EINEN BLICK Es wurden für langjährige Treue ausgezeichnet: 60 Jahre: Werner Birtel (Lockweiler, fehlte wegen Krankheit); 40 Jahre: Ulrike Maus (Krettnich), Raimund Hassler (Wadrill), Herbert Lewer (Lockweiler), Manfred Naumann (Bardenbach), Rolf Welter (Wadern), Heinrich Seimetz (Noswendel), Hans Peter Schillo (Wedern), Herbert Wilhelm (Krettnich). 25 Jahre: Arnold Grünewald (Wadrill), Paul Rudolph (Wadern). eb