Integration über die Sprache

Nunkirchen · 15 junge Männer und eine junge Frau, alle im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, besuchen in Nunkirchen den Sprachunterricht, der im Saalbau von der Christlichen Erwachsenenbildung neu angeboten wird.

 Gut angenommen werden die Kurse im Grünen Kreis zum Erlernen der deutschen Sprache. In Nunkirchen besuchten Bürgermeister Jochen Kuttler (r.) und CEB-Vorsitzender Gisbert Eisenbarth (hintere Reihe, 4. v. l.) eine Unterrichtsstunde. Foto: Erich Brücker

Gut angenommen werden die Kurse im Grünen Kreis zum Erlernen der deutschen Sprache. In Nunkirchen besuchten Bürgermeister Jochen Kuttler (r.) und CEB-Vorsitzender Gisbert Eisenbarth (hintere Reihe, 4. v. l.) eine Unterrichtsstunde. Foto: Erich Brücker

Foto: Erich Brücker

Viele Flüchtlinge wollen vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Herausforderungen bei der gesellschaftlichen und beruflichen Integration schnellstmöglich die deutsche Sprache lernen.

Neue Sprachkurse bieten hierzu kurzfristig eine Möglichkeit. Die Bundesagentur für Arbeit fördert solche Kurse zur Vermittlung von Basiskenntnissen der deutschen Sprache. Gefördert werden Ausländer, die bei Eintritt in die Maßnahme eine Aufenthaltsgestattung oder eine Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender besitzen und bei denen ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten ist. Förderfähig sind Personen mit guter Bleibeperspektive aus den Herkunftsländern Syrien, Eritrea, Irak und Iran. Die Teilnahme muss für die Eingliederung notwendig sein, die Person darf über keine oder nicht verwertbare Deutschkenntnisse verfügen. Gefördert werden Personen, die bis 31. Dezember 2015 in die Maßnahme eintreten. Die Förderung beträgt rund 320 Unterrichtsstunden, die in bis zu vier Monaten absolviert werden können.

Neben anderen Institutionen wie Volkshochschule hält auch die CEB-Akademie Merzig mit entsprechendem Personal solche Kurse ab. Mittlerweile sind welche in Perl, Mettlach, Merzig und Weiskirchen (Rappweiler) angelaufen. In der Stadt Wadern hat nun, nachdem Anfang November in Dagstuhl ein erster Kurs eingerichtet worden war, ein zweiter begonnen. In den nächsten Tagen kommen Kurse in Losheim am See und Beckingen hinzu, so dass diese im Kreis flächendeckend angeboten werden können.

Bürgermeister Jochen Kuttler und CEB-Vorsitzender Gisbert Eisenbarth waren in Nunkirchen im Saalbau bei einer Unterrichtsstunde vor Ort. 15 junge Männer und eine junge Frau, alle im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, besuchen dort den Sprachunterricht. Kuttler und Eisenbarth haben die Kursbesucher willkommen geheißen und ihnen ein erfolgreiches Lernen der deutschen Sprache gewünscht.

"Diese Sprachkurse sind eine konkrete Form von Flüchtlingshilfe", betonte Eisenbarth, denn nur über die Sprache sei eine Integration möglich und gewährleistet. Sie sei die Basis für eine Beschäftigung. Auch hierbei könne die CEB durch ihre guten Kontakte zu Betrieben und Firmen behilflich sein. "Die Stadt Wadern hat sich sehr früh mit der Flüchtlingsarbeit beschäftigt und mit dem Bündnis für Flüchtlinge ein funktionierendes Netzwerk geschaffen", sagte Bürgermeister Kuttler, der Wadern ein Vorbild in Integrationsarbeit nannte.

Den jungen Männern versicherte er, dass auch die ländliche Gegend gute Chancen bieten könne. Er zeigte sich erfreut darüber, dass die CEB diese Sprachkurse anbietet und ist auch von einer erfolgreichen Arbeit überzeugt. "Die deutsche Sprache ist der Schlüssel zu Freunden und einer neuen Heimat", gab Kuttler den Flüchtlingen zu verstehen. Und bei der Bewältigung von Problemen sei die Stadt ein guter Ansprechpartner. Mit Nadja Kowalski, Peter Allmann und Dolmetscherin Sarah Petermark stehen drei kompetente Sprachdozenten für die Unterrichte zur Verfügung. Diese bescheinigten ihren Schülern schon nach wenigen Tagen viel Lernwilligkeit und mit Eifer und Spaß bei der Sache zu sein.

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