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In sieben Minuten mit Text und Mimik punkten

In sieben Minuten mit Text und Mimik punkten

Fünf Teilnehmer „slammten“ beim ersten Waderner Dichterwettstreit, englisch Poetry Slam genannt. Mitorganisiert wurde der Slam vom Saarbrücker „Dichterdschungel“; der Sieg indes ging nach Leipzig.

Rund 50 Gläste ließen sich diesen besonderen Abend im Kino Lichtspiele Wadern nicht entgehen. Das Kulturamt der Stadt Wadern hatte zum ersten Waderner Poetry-Slam eingeladen. Angesprochen waren dazu lokale Künstler, aber auch Künstler aus ganz Deutschland.

Beim Poetry-Slam geht es um einen Dichterwettstreit, bei dem die Künstler - auch "Slammer" genannt - innerhalb von sieben Minuten dem Publikum einen eigenen Text darbieten. Mit Ausnahme von Hilfsmitteln, wie Verkleidung oder Instrumente, ist hierbei alles erlaubt, was begeistert. Mit Sprache, Mimik und Gestik soll den vorgetragenen Texten Leben eingehaucht werden. So entsteht aus dem einen Text eine Comedy-Show, bei dem kein Auge trocken bleibt, ein anderer Text regt eher zum Nachdenken an.

Der Applaus entscheidet

Fünf Teilnehmer "slammten" in Wadern um den Sieg: Leonie Warnke, Leipzig; Francis Kirps, Luxemburg; Markus Berg und Frank Klötgen, München und die Saarbrückerin Stephanie Seibt. Durch Applaus bestimmte das Publikum, welche Performance am besten ankam. Die drei Besten durften dann in einer zweiten Runde nochmals um den Sieg "slammen". Das Waderner Publikum wählte schließlich Leonie Warnke aus Leipzig zur verdienten Siegerin, die sich mit einer kleinen Zugabe bedankte.

Unterstützt wurde die Veranstaltung vom "Dichterdschungel"-Team aus Saarbrücken, das seit mehreren Jahren Poetry-Slams in der Camera Zwo veranstaltet. Einer der Gründer, Christoph Endres, hatte beim Waderner Poetry-Slam die Moderation und den "Affen Peter", bekannt aus den Slams des Dichterdschungels, übernommen. Für die musikalische Umrahmung sorgte DJ Nikki Koch.