Tschechien: Im Bann von Felsen und zauberhafter Natur

Tschechien : Im Bann von Felsen und zauberhafter Natur

Mit vielen Eindrücken sind die Mitglieder der DAV-Hochwaldsektion von ihrer Tour aus dem Böhmischen Paradies zurückgekehrt.

Erlebnisreiche Tage liegen hinter 14 Männer und Frauen von der Sektion Berg- und Skifreunde Hochwald Wadrill im Deutschen Alpenverein, die vier Tage lang in Sobotka, der Partnerstadt von Wadern in Tschechien, also im Böhmischen Paradies, weilten und einerseits ihrem Hobby nachgingen, aber auch Gäste des öffentlichen und kommunalen Lebens in Sobotka waren.

Mit etlichen neuen Eindrücken von Land und Leuten kehrten sie in den Hochwald zurück. Die Wanderfreunde zeigten sich angetan von der Gastfreundschaft der dortigen Menschen, aber auch überrascht von der Vielfalt der Wanderwege und herrlichen Gegend in diesem böhmischen Landstrich, der zu Recht seinen Beinamen Paradies verdient. Andererseits zeigte sich auch der Vorsitzende des Partnerschaftsausschusses Wadrill-Gehweiler-Reidelbach erfreut darüber, dass auch in diesem Jahr wiederum ein Besuch aus dem Hochwald in der Partnerstadt, die im kommenden Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert, weilte.

„Es ist schon lobenswert, dass sich immer noch Vereine finden, die sich im Sinne der Partnerschaft engagieren. Große sprachliche Schwierigkeiten und auch die weite Entfernung sind der Sache durchaus hinderlich“, betont der Vorsitzende Erich Brücker.

Die Orte, die später mal den Namen Wadrilltal tragen, und ihre Vereine sind mit der Pflege der Partnerschaft betraut und geben sich alle Mühe, die bestehenden Kontakte zu nutzen und die Partnerschaft mit Leben zu erfüllen. „Mit der Sobotka-Tour ging endlich ein langersehnter Wunsch für uns Bergfreunde in Erfüllung. Freundliche Menschen, eine Natur mit unglaublich schönen Landschaften. Allein schon die Prachover Felsenstadt war eine Reise wert.“

Es war ein Erlebnis, mit der netten Truppe die Zeit zusammen zu verbringen. Ohne Zweifel kann man behaupten, dass diese böhmische Gegend wirklich ein Paradies für Wanderer und Kletterer, und somit definitiv eine Reise wert ist“, fasst Manfred Dillschneider, der Vereinsvorsitzende die Eindrücke seiner Mitreisenden zusammen.

Zunächst hatte es das rund 3000 Einwohner zählende Städtchen Sobotka mit seiner gut erhaltenen Volksarchitektur, kunstvoll gezimmerten Holzhäuschen und weiterer Baudenkmäler wie Burg Kost und Schloss Humprecht, denen man in den nächsten Tagen noch einen besonderen Besuch abstattete, angetan. Treue Begleiter in Sobotka waren Georg Staszka, ehemals Stadtratsmitglied, und Tochter Barbara, die auch gekonnt dolmetschten.

Georg war auch der Wanderführer. Eine sehr schöne Rundwanderung führte durch sich ständig verändernde Landschaftsbilder, durch idyllische Täler und an kleinen Seen vorbei bis zur Ruine Trosky mit ihrer unverwechselbaren Silhouette.

Eine weitere ausgedehnte Wanderung führte die Gruppe vom Hotel Horni Lochov durch die Prachower Felsen, die eine Zauberwelt von pittoresken Felsen und malerischen engen Schluchten mit fantastischen Aussichtspunkten darstellen. „Der besondere Charme der Felsformation steckt in der Vielfalt der Sandsteinformen. Bemerkenswert sind die Gruppierungen der Türme, Pfeiler und Blöcke, die jedes Kletterherz höherschlagen lassen“, beschreibt Dillschneider diese Region.

Auf einem gut angelegten Rundweg wurde die zauberhafte Sandsteinfelsenstadt erkundet. Zahlreiche Aussichtspunkte ermöglichten atemberaubende Blicke von oben auf die wundervollen Felsgebilde und in die dunklen, engen, tiefen Täler und Schluchten.

An einem weiteren Tag wurde die Landeshauptstadt Prag besichtigt. Ein fachkundiger Reiseleiter gab es viele Details über die Stadt und ihre Geschichte preis.

Der historische Stadtkern links und rechts der Moldau wurde bestaunt, dazu natürlich Karlsbrücke und Wenzelsplatz.

Kleiner Höhepunkt war am letzten Tag die Besichtigung der gutausgestatteten Schule von Sobotka, wo im Beisein von Jan Janatka, dem stellvertretenden Bürgermeister, sowie Jana Knapova und Marcela Pipkowa von der Schulleitung, der Austausch von Gastgeschenken erfolgte.

Auf Wanderschaft durch die Prachower Felsen. Foto: Erich Brücker

Für die Schule hatten die Wadriller ein Geldgeschenk überreicht, das für eine besondere Projektarbeit der Schüler Verwendung findet.