| 20:29 Uhr

Kappensitzung
Humorige Büttenreden und schöne Tänze

Mit unterschiedlichen Tänzen der vergangenen Jahre zu einem Medley zusammengefügt, glänzten die Tänzerinnen von Wakaba. 
Mit unterschiedlichen Tänzen der vergangenen Jahre zu einem Medley zusammengefügt, glänzten die Tänzerinnen von Wakaba.  FOTO: Erich Brücker
Wadern. Zum 11 x 11-jährigen Jubiläum hatte die KG Wadern am Samstagabend eine grandiose Kappensitzung auf die Beine gestellt.

„Fastnachtsamstagabend, 19.24 Uhr – Ein herzliches Willkommen zur Kappensitzung der KG 1897 Wadern“, mit etwas Verspätung begrüßte Elferratspräsident Stefan Regert in der Stadthallen-Narrhalla das Narrenvolk zu einem vierstündigen Nonstop-Programm der närrischen Unterhaltung. Das Motto: „Mach dir ein paar schöne Stunden, geh ins Kino“, ein Filmabend in Wadern. „Freuen Sie sich auf zahlreiche Akteure der KG, die in dieser Session ihr 11 x 11-jähriges Jubiläum feiert“, lieferte er einen Vorgeschmack.



Es werde ein herrlicher Abend mit humorigen Büttenreden, schönen Tänzen, viel Musik und jede Menge Lachern. Man werde kräftig auf die Pauke hauen. Für die musikalische Stimmung sorgten „Die Konsorten“. Die ersten Lacher hatte der närrische Thronadel mit seiner Proklamation auf seiner Seite. Kinderprinz Nic der Erste, aus dem Hause und Geschlecht derer von Umbach vom hohen Steinberg und Kinderprinzessin Lily, die Erste, aus dem Hause und Geschlechte der Rathausschenke von und zu Dubois forderte mit dem Prinzen Mohamed I. aus dem fernen Orient und Prinzessin Anna-Lea I. aus dem Hause und Geschlecht Cavelius. zum Frohsinn und zur Heiterkeit auf.

Ihnen huldigte die Stadtgarde mit einem schmissigen Gardetanz. Die Emanzen von der Krametschelpartei gingen hart ins Gericht mit allen, die sich die Schließung des Waderner Krankenhauses an ihre Fahnen heften lassen müssen. „Jetzt ist ein Loch im Nordsaarland, Wadern wurde beschissen. Weder Genossen noch Schwarze wurden gesehen“, hielten sie fest. Losheims Bürgermeister Losheims Bürgermeister Lothar Christ, der sich vieles aus Wadern zu eigen machen möchte, bekam ebenso sein Fett weg wie dessen Amtskollege Jochen Kuttler, aber auch die Wadriller wurden gescholten.

Gemeckert haben die Emanzen über Dieselautos wie über Kerosin vom Himmel. Et Botterblömchen war zur Kur gefahren. Da gehörte morgens Fango sowie abends Tango zum Programm der Genesung. Von Kurschatten hat er nicht viel gehalten. Die sollten wie der Mond abends aufgehen und morgens nicht mehr zu sehen sein.

Auch der Heini hatte so seine liebe Not  mit seiner besseren Hälfte. Sehr verständlich nach 46 gemeinsamen Ehejahren. „Wie man sich bettet, so liegt man. Also müssen neue Matratzen her, aber ohne Weichmacher, denn es lodert noch die Glut“, war die Devise. Zu achten sei auf Roßhaar, Bettgestell und Lattenrost, auch Probeliegen sei zu empfehlen, um einen Ehekrach zu vermeiden.

Bei dem Matratzenkauf, den Heini zum Besten gab, gab es etliche Ungereimtheiten, bis endlich die guten Stücke zu Hause angekommen waren. Zwei pubertierende Jugendliche, Chantal und Kevin, nicht unbedingt aus den besten Häusern, hatten reichlich Zoff mit ihren Alten. Auch Morscholzer, Wadriller und Steinberger wurden durch den Kakao gezogen – ebenso die „Wadrer“. Haben doch jüngst die Ehrenstockbauern Reichert und Atz geprahlt, so reich zu sein, dass sie den ganzen Marktplatz kaufen könnten. Das Ehepaar Birtel vom Haco schlendert vorbei,  und et Karin und gibt zur Antwort: „Mir verkaufen aber net“.

Zwischendurch gab es tolle Tänze in passender Choreographie. Gleich sechs unterschiedliche Tänze der vergangenen Jahre hatten die Junioren zu einem Tanz vereint. Für alle geb es vel Beifall. Das Männerballett Noswendel entführte als Clowns in den Zirkus.

(eb)