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Hohe Belastung für die Feuerwehr

Hohe Belastung für die Feuerwehr

33 Einsätze, 19 mehr als 2015, hatte die Wehr in Lockweiler-Krettnich vergangenes Jahr zu absolvieren – eine Rekordzahl.

33 Einsätze und damit mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr hatte die Feuerwehr im Doppellöschbezirk Lockweiler und Krettnich im vergangenen Jahr zu bewältigen. Dies war auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr zu erfahren. Die Wahl vom Löschmeister Philipp Klauck zum stellvertretenden Löschbezirksführers, dazu weitere Beförderungen von Feuerwehrkameraden durch den Stadt-Beigeordneten Jürgen Kreuder im Beisein von Lockweilers Ortsvorsteher Josef Serwe, begleiteten den Blick des Löschbezirks zurück auf das Jahr.

Von 35 Feuerwehrmännern waren 21 bei der Jahreshauptversammlung anwesend. Mit 20 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung wurde Philipp Klauck zum neuen stellvertretenden Löschbezirksführer gewählt. Sein Aufgabengebiet umfasst Fahrzeuge und Geräte. Der bald 34-Jährige, der mit neun Jahren der Jugendwehr beitrat und seit dem 16. Lebensjahr aktiver Feuerwehrmann ist, wurde vom Beigeordneten Kreuder im Beisein von Stadtwehrführer Markus Linnig die Ernennungsurkunde überreicht und zum Ehrenbeamten ernannt. Dazu wurde Klauck zum Oberlöschmeister befördert.

Zum Jahresende gehören 28 Feuerwehrmänner und sieben Frauen zum Löschbezirk mit einem Durchschnittsalter von knapp 33 Jahren, dem jüngsten aller Löschbezirke innerhalb der Stadt. Zudem sind 13 Jungen und zwei Mädchen in der Jugendwehr, zehn Kameraden in der Altersabteilung. "Mit 33 Einsätzen, 19 mehr als im Vorjahr, haben wir die Rekordzahl von 2014 wiederum erreicht und die Belastungen für jede Einsatzkraft haben sich stark erhöht", betonte Löschbezirksführer Patric Walter in seinem Rückblick. Bei diesen Einsätzen konnten durch den Löschbezirk fünf Personen gerettet und eine Person nur noch tot geborgen werden. Leider seien zwei der geretteten Personen dennoch später verstorben. "Auch ganz wichtig, unsere Feuerwehrmänner und -frauen kamen unverletzt von ihren Einsätzen zurück", betonte Walter.

Der Löschbezirk hatte bei den zeitkritischen Einsätzen, dies sind alle Brandeinsätze und technische Einsätze mit Personenbeteiligung und Gefahren für die Umwelt, einen Erreichungsgrad im eigenen Ausrückebereich von 93 Prozent erreicht. Was dies konkret bedeutet, erläuterte der Löschbezirksführer: "Mit mindestens einer Staffelbesatzung waren wir in acht Minuten in 13 von 14 Fällen an der Einsatzstelle, um effektive Maßnahmen und wirksame Hilfe einleiten zu können." Der einzige Fall, in dem diese Zeit nicht eingehalten werden konnte, sei ein Einsatz im Bereich der L 362 Verbindungsstraße Lindscheid/Dorf gewesen, also außerhalb der Stadtgrenzen der Stadt Wadern und damit auch außerhalb des Ausrückebereiches.

"Der Löschbezirk besitzt die volle Einsatzfähigkeit", stellte der Stadtbeigeordnete Jürgen Kreuder als Vertreter des höchsten Feuerwehrmannes der Stadt, Bürgermeister Jochen Kuttler, zufrieden fest. Laut Übungsplan wurden 28 Übungen und sonstige Termine durchgeführt, dazu drei Brandsicherheitswachen. Darüber hinaus haben die Floriansjünger unzählige Stunden im Bereich der Wartung der Geräte und Fahrzeuge, sowie Arbeiten in und um das Gerätehaus verrichtet. Fazit von Ortsvorsteher Serwe, der den Dank der Bevölkerung überbrachte: "Wir können uns auf den Rettungsdienst im Ort verlassen und ruhig schlafen, denn wir sind in guten Händen."

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Beförderungen bei der Feuerwehr Namen - Stadt-Beigeordneter Jürgen Kreuder nahm weitere Beförderungen vor und überreichte die entsprechenden Urkunden an Nancy Lochner, die zur Feuerwehrfrau befördert wurde, Tobias Piro zum Oberfeuerwehrmann sowie Christian Thommes, ebenfalls stellvertretender Löschbezirksführer, zum Brandmeister.