Brief an Basina Kloos: Hilfe-Brief an Basina Kloos

Brief an Basina Kloos : Hilfe-Brief an Basina Kloos

Waderner schalten ehemalige Generaloberin der Waldbreitbacherinnen ein.

(mst) Ein dickes Paket mit Zeitungsartikeln, Leserbriefen und Resolutionen zur geplanten Krankenhaus-Schließung haben Renate Hausen und Helga Raschke für Schwester Basina Kloos zusammengestellt. Zudem erhielt die ehemalige Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen und frühere Geschäftsführerin der Marienhaus GmbH einen Brief, den viele Waderner unterschrieben haben. „Diese Unterlagen sollen Ihnen ein Stimmungsbild der momentanen Situation in Wadern vermitteln“, ist im Brief zu lesen. Das Unverständnis über die Entscheidung der Marienhaus GmbH basiert laut Hausen und Ratschke auch darauf, dass Mutter Rosa, Ordensgründerin der Waldbreitbacherinnen, die Klinik mit Unterstützung der Grafenfamilie De Lasalle gegründet hat. „Die Schenkung des weiträumigen Geländes war mit einem Stifterauftrag verbunden, dessen Erhaltung wir nun nicht mehr erkennen können.“

Die Klinik hätte nach Ansicht beider Frauen vor einer wirtschaftlichen Schieflage bewahrt werden können, wenn strategische Konzepte umgesetzt worden wären, verbunden mit Leitinvestitionen und mit der Besetzung vakanter Chefarztpositionen. Nach außen hin habe Ruhe geherrscht. Durch die Ankündigung, die Krankenhäuser in einem Verbundes zusammenzuschließen, wiegten sich Mitarbeiter und Bevölkerung in falscher Sicherheit. Jetzt fürchte man im Hochwald um die Akutversorgung.

„Ihr Engagement kann ich gut verstehen, zumal ich viele Jahre als Verantwortliche für den Erhalt selbst gekämpft habe“, schreibt die Ordensfrau. „Da ich schon seit 2015 nicht mehr in den Entscheidungsgremien der Marienhaus-Stiftung bin, habe ich die Unterschriften an meine Nachfolger weitergeleitet.“ Unter den heutigen Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens nennt sie es sehr schwierig, alle kleinen Krankenhäuser zu erhalten.