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Helmut und Veronika Krämer aus Büschfeld feiern Diamantene Hochzeit

Seit 60 Jahren verheiratet : Eheleute Krämer feiern in Büschfeld ihre Diamantene Hochzeit

Seit 60 Jahren sind die Eheleute Helmut und Veronika Krämer aus Büschfeld verheiratet. Mit einem Dankesgottesdienst in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt wird dies gefeiert.

„Vor 60 Jahren den Schritt gewagt, vor 60 Jahren ‚Ja’ gesagt“ – solche und ähnliche passende Sprüche in Reimform, zuweilen auch ulkige Kalauer, zu vielen unterschiedlichen Gelegenheiten hatte Helmut Krämer (Jahrgang 1940) in seinem bislang sehr rührigen und abwechslungsreichen Leben stets parat, egal ob im Familien- oder Freundeskreis, bei seinen vielen ehrenamtlichen Vereinsaktivitäten oder innerhalb der Kommunalpolitik. An diesem Samstag, 2. Oktober, feiert der 81-Jährige mit Ehefrau Veronika (Jahrgang 1942), geborene Pontes, das Fest der Diamantenen Hochzeit. Gefeiert werden diese 60 Jahre „in Freud‘ und Leid“ mit einem Dankgottesdienst in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt (10.30 Uhr) im Heimatort des Jubelpaares, zelebriert von Domvikar Marco Weber, anschließend wird im Bürgerhaus Bardenbach gefeiert.

„Kennengelernt haben wir uns auf der Kirmes in Noswendel 1960. Es war Liebe auf den ersten Blick“, versichern beide Jubilare unisono in einem äußerst netten SZ-Gespräch. Nur ein Jahr wurde gefreit, „denn sehr schnell war uns klar, dass es passt“. Das war aber auch der Zeit geschuldet, schließlich hatten damals die jungen Menschen nicht so viele Gelegenheiten zum Zusammensein wie heute. Ältere Leser können dies wohl bestätigen. Am 16. September 1961 wurde vor dem Standesamt in Schmelz, weil die Braut dort wohnte, und am 4. Oktober in der Pfarrkirche in Schmelz-Außen, der kirchliche Bund fürs Leben geschlossen. „Auch diese 15 Tage mussten wir auf Geheiß der Eltern noch getrennt verbringen“, gab sich das Jubelpaar vergnügt.

Den Unterhalt für seine Familie verdiente Helmut bei Röchling Völk­lingen als Industriemeister bis zu seinem Renteneintritt, nachdem er zuvor bei Saar-Gummi eine Lehre zum Maschinenschlosser absolviert hatte. Veronika hatte bis zur Heirat ebenfalls bei Saar-Gummi gearbeitet, anschließend das 1972 gemeinsam gebaute Haus, die eigene Familie mit den drei Söhnen Hans Joachim, Roland, Jörg sowie Tochter Karin und die eigene Mutter sowie Hof und Garten versorgt. Sie war zudem die Finanzministerin der Familie, zu der neben Schwiegersohn und -töchter noch zwei Enkelkinder zählen. Zeit für Hobbys und etwas Heimarbeit blieb auch noch. Im Frauenkegelclub und in der Tanzgruppe der Frauengemeinschaft hatte sie sich engagiert. Dazu erledigt sie seit 25 Jahren den Pflegedienst in der Leichenhalle.

Noch länger ist die Liste von „Vereinsmeier“ Helmut, der sich in der Kommunalpolitik der SPD verschrieben hatte, in Orts- und Stadtrat vertreten und sieben Jahre Ortsvorsteher war und die 1200-Jahr-Feier des Heimatortes mit initiiert hatte. Weitere ehrenamtliche Arbeit leistete er vielfach über Jahrzehnte im Angelsportverein (Vorsitzender), im Berg- und Hüttenarbeiterverein (Ehrenvorsitzender), im Männergesangverein, im Karnevalsverein (Sitzungspräsident), in der Vereinsgemeinschaft (Vorsitzender), im Wanderverein Qualmende Socken, im Sportverein Fortuna, im Obst- und Gartenbauverein, in der Feuerwehr (Spielmannszug, Mitgründer Jugendwehr) sowie in der IG Metall. Der Aufzucht von Kaninchen und Fischen hatte er sich ebenfalls verschrieben.

Die Schar der Gratulanten wird wohl entsprechend groß sein. Ortsvorsteher Albert Lang überbringt die Grüße der Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie stellvertretend die der Stadt Wadern. „Wenn ich so zurückblicke, dürfte nur ich allein die 60 Jahre Ehe feiern, er war schließlich nur die Hälfte der Zeit daheim“, hatte auch die 79-jährige Jubilarin zum Ende des Gesprächs einen guten Spruch zum Jubelfest parat.