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Morscholz
Eine wichtige Stütze für die dörfliche Gemeinschaft

Im Rahmen des Festaktes zum 50-jährigen Bestehen des Heimat- und Kulturvereins Morscholz wurden ehemalige Vorsitzende und Gründungsmitglieder mit einem prall gefüllten Präsentkorb für ihr langjähriges Engagement belohnt.
Im Rahmen des Festaktes zum 50-jährigen Bestehen des Heimat- und Kulturvereins Morscholz wurden ehemalige Vorsitzende und Gründungsmitglieder mit einem prall gefüllten Präsentkorb für ihr langjähriges Engagement belohnt. FOTO: Erich Brücker
Morscholz. Zu seinem 50-jährigen Bestehen hatte der Heimat- und Kulturverein Morscholz ins Bürgerhaus eingeladen. Auch langjährige Mitglieder wurden geehrt.

Gleich mit zwei Veranstaltungen hat der Heimat- und Kulturverein (HuKV) Morscholz dieser Tage auf sich aufmerksam gemacht. Einerseits hat er sein 50-jähriges Vereinsbestehen im Kreise der Dorfbevölkerung im Bürgerhaus gefeiert und andererseits die Landpartie des Saarländischen Rundfunks auf dem Margaretenhof mit organisiert.


Beim Jubiläumsfest ließ Vorsitzender Hans-Peter Großmann die vergangenen 50 Jahre Revue passieren. Die Gründungsversammlung erfolgte an Karfreitag, 12. April 1965, im Gasthaus Lauer. Zum ersten Vorsitzender wurde Bernhard Jost gewählt. Weitere lebende Gründungs- und Vereinsmitglieder sind Toni Heckmann, Walter Kuhn, Dieter Lauer, Josef Simon und Walter Wollscheid. Der Heimat- und Kulturverein hatte es sich Aufgabe gemacht, das heimatliche Brauchtum und das dörfliche Kulturleben zu fördern. Überlieferungen und Gebräuche sollten erhalten und gepflegt, die Vergangenheit des Dorfes erforscht, zudem sollten gemeinsame frohe Feste gefeiert werden. „Das ist unserem Verein bis heute eindrucksvoll gelungen. Von Verschleiß-Erscheinungen keine Spur, zumal sich stets jüngere Leute mit vielen neuen Ideen dem Vereinsvorstand angeschlossen haben“, betonte Großmann nicht ohne Stolz.

Alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen, aber einige seien es wert aufgezählt zu werden, da sie bis heute noch veranstaltet werden: 1969 gab es erstmals die Maifeier mit Hexenacht und Erntedankfest, seit drei Jahren gemeinsam mit dem Obst- und Gartenbauverein; 1970 erste Kappensitzung mit Prinzenpaar und Kinderkappensitzung bis 1993 im Saal Maus, bis 2012 Exil in der Eichenlaubhalle Steinberg, ab dann im eigenen Bürgerhaus; 1976 Martinsumzug; 1980 erstmals ein Weihnachtsbaum mit Lichterkette, was jetzt durch die Stadt erledigt wird; 1991 Bookenzuch am Fastnachtssonntag; 1983 Nikolaus und Knecht Ruprecht kommt zu den Kindern des Ortes. Seit 2011 ist das Wald-, Wiesen- und Wänzelfest, das es in den 90er Jahren schon mal für die Vereinsmitglieder gab, nunmehr für die Dorfbewohner im Veranstaltungskalender eingetragen.



„Herausragend war jedoch unser 25-Jahr-Jubiläum 1990 sowie die Mitwirkung beim Glockenfest 1993 und bei der 900-Jahr-Feier von Morscholz 1998“, hob Großmann hervor. Die jüngste Initiative des Vereins ist die Errichtung einer Grillhütte im Wäldchen unterhalb des Bassins, die in massiver Bauweise erstellt wurde und von Jedermann kostenlos zum Feiern angemietet werden kann.

Für die Mitglieder finden im Wechsel Ausflüge, Wanderungen und Familienabende statt. Viele der Aktivitäten fanden mit Unterstützung anderer Dorfvereine statt. Hier dankte Großmann insbesondere dem Musikverein, Kirchenchor, Feuerwehr, Tennisclub und DRK-Ortsverein. Aber auch den vielen Vereinsmitgliedern sagte er Danke, die sich bei den Veranstaltungen als Aktive bei den Kappensitzungen einbringen oder als Nikoläuse und Ruprechte die Kinder besuchen oder sonstige Arbeiten verrichten.

„Ihr macht viel, haltet Traditionen hoch, aus Erlösen eurer Feste werden großzügige Spenden für gute Zwecke“, sagte Ortsvorsteher Markus Wollscheid den Vereinsmitgliedern ein herzliches Dankeschön, gratulierte im Namen des Ortsrates und der Bevölkerung zum Jubiläumsfest, überreichte sein obligatorisches Kuvert. Den Gratulationen und Glückwünschen schlossen sich viele Dorfvereine an. Nach dem offiziellen Festakt gehörte die Bühne den Wiesenfeldern.