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Peruhilfe: Grundschüler helfen peruanischen Kindern in Not

Peruhilfe : Grundschüler helfen peruanischen Kindern in Not

Werner Jung, ehemaliger Rektor der Schule Löstertal, berichtete von seiner Reise in das südamerkanische Land.

Zum Ende des Schuljahres kam bei den Grundschülern im Waderner Doppelstadtteil viel Freude auf. Nicht nur, weil die großen Ferien anrückten, sondern vielmehr freuten sie sich über den Besuch von Werner Jung, dem Vorsitzenden der Peruhilfe Nonnweiler, denn der kam von einer Informationsreise aus dem südamerikanischen Land zurück in den Hochwald.

Dem ehemaligen Schulleiter der Grundschule Löstertal hatten die Lockweiler Jungen und Mädchen vor drei Monaten zu Beginn der Osterferien den stattlichen Geldbetrag von 1767,64 Euro übergeben, damit dieser den stolzen Erlös aus ihrer Bastelaktion mit nach Peru nehmen sollte, um damit den armen Kindern unmittelbar vor Ort eine große Freude zu machen.

Diese Reise hat Jung nun hinter sich. Er erzählte damals den südamerikanischen Kindern, woher das Geld stammte und wie es zusammen getragen worden war (die SZ hat berichtet). „Die Kinder in Peru waren so erfreut, dass es in Deutschland sogar gleichaltrige  Schüler gibt, die um die Not sowie die Armut in Peru wissen und Hilfe leisten wollen“, erzählte Jung nunmehr den Grundschülern im Hochwald.

Jung hatte für jeden der Schüler ein Geschenk zum Andenken sowie einen langen Brief mitgebracht, in dem sich die peruanischen Kinder, die von Pater Luciano schulisch und außerschulisch betreut werden, bei denen in Lockweiler-Krettnich ganz artig bedanken.

„Wir alle danken für die solidarische Hilfe. Als Zeichen und Beweis unserer Dankbarkeit und Verbundenheit schicken wir Euch ein kleines Souvenir, welches wir mit unseren eigenen Händen geschaffen haben“, schreiben die Kinder aus Peru. Das Souvenir war eine kleine selbst gehäkelte peruanische Mütze, die als Schlüsselanhänger verwendet werden kann. Im Brief teilen die südamerikanischen Kinder aber auch mit, wo und wie sie zur Schule gehen, denn sie wollen eine bessere Zukunft haben als ihre Eltern.

Viele haben keine Eltern und wohnen in Posada de Belen, einer Herberge für misshandelte und missbrauchte Kinder. Dort erhalten sie Kleidung, Nahrung, Unterricht, Schutz und Zuwendung. 23 Kinder sind dort, das jüngste ist zwei Jahre alt. „Dank der Hilfe von Freunden wie Euch leiden diese Kinder zwar keine materielle Not, aber ihnen fehlt eine Familie, die Liebe und Wärme wie nur Vater und Mutter sie geben können“, steht weiter im Brief, den jedes Lockweiler Kind in Kopie erhalten hat.

Weiterhin betreut Pater Luciano ein Jugendhaus in San Lorenzo, in dem Jugendliche aufgenommen werden, die von ihren Familien keine Hilfe und keinen Schutz erhalten, sondern vielfach auf sich allein gestellt sind. Sie werden beim Lernen durch vielfältige Unterrichtsmaterialien wie Bücher und Computer sowie Lehrer und Psychologen unterstützt und können auch ihre handwerklichen Fähigkeiten und Fertigkeiten in Arbeitsgemeinschaften einbringen und etwas herstellen. „All dies wäre nicht möglich ohne die Hilfe von Menschen mit gutem Willen, wie ihr, die diesen Jugendlichen die Hoffnung auf ein besseres Leben ermöglichen“, schreibt Pater Luciano.