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Grüne Damen tauschen die Kittel

Grüne Damen tauschen die Kittel

Wadern. Die Grünen Damen in den Marienhauskliniken St. Elisabeth in Wadern und St. Josef in Losheim treten in einem gemeinsamen Outfit auf, wie das in Neudeutsch heißt. Wunsch nach neuem KasackNach 17 Jahren im blassgrünen Kittel sind die Damen in einem neuen, flotten Kasack in den Krankenzimmern beider Häuser unterwegs

Wadern. Die Grünen Damen in den Marienhauskliniken St. Elisabeth in Wadern und St. Josef in Losheim treten in einem gemeinsamen Outfit auf, wie das in Neudeutsch heißt. Wunsch nach neuem KasackNach 17 Jahren im blassgrünen Kittel sind die Damen in einem neuen, flotten Kasack in den Krankenzimmern beider Häuser unterwegs. Die Bezeichnung Grüne Damen steht nicht für eine Umweltorganisation, sondern hat ihren Namen tatsächlich nur von der Farbe der früheren Dienstkleidung. So oder so: Der Wunsch nach neuer Kleidung war den Fördervereinen der beiden Häuser fast ein Befehl, wie es Edwin Reis, Vorsitzender des Waderner Fördervereins, in einer kleinen Feierstunde zum Ausdruck brachte. Dem Wunsch der Damen habe der Verein gerne entsprochen, sagte Reis. Der Kitteltausch in festlicher Runde bot Gelegenheit zur Rückschau auf erfolgreiche 17 Jahre des Christlichen Krankenhaus-Hilfsdienstes (CHK) in den beiden Marienhaus-Kliniken im Hochwald. Ein Blick in die Runde bestätigte, dass viele Frauen der ersten Stunde noch immer Woche für Woche ihren ehrenamtlichen Dienst versehen. Andere sind altersbedingt oder aus familiären Gründen aus dem CKH ausgeschieden. "Es gibt aktuell Grund, neue Menschen für diesen Dienst zu begeistern", sagte Krankenhaus-Oberin Annette Münster-Weber. Es sind eigentlich vier Gruppen, die hier zum Wohl der Patienten und der Häuser zusammen arbeiten: die beiden CKH-Hilfsdienste und die beiden Fördervereine, der Losheimer Verein unter Vorsitz von Raimund Jakobs, Altbürgermeister in der Seegemeinde. In Wadern hat Edwin Reis das Sagen. Persönliche HilfeDie Damen helfen den Patienten direkt mit der Übernahme persönlicher Besorgungen und Erleichterungen. Die Fördervereine beschaffen riesige Summen durch Mitgliedsbeiträge, durch Veranstaltungen von Festen und durch Spenden. Diese Mittel flossen und fließen in die Versorgungsqualität, sei es durch bauliche Erleichterungen oder durch die Anschaffung teurer Diagnose-Geräte, die nicht unbedingt zum Standard gehören. "Stark im Einsatz für ein gemeinsames Ziel" war demnach das richtige Motto für den Festnachmittag.

Auf einen BlickDie Christliche Krankenhaushilfe will den Patienten durch Kontakte, Gespräche und die Übernahme kleiner Dienste persönlich helfen und so den Aufenthalt im Krankenhaus erleichtern. Jede der 23 aktiven ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen leistet zurzeit drei Stunden in der Woche. Zwingend ist diese Stundenzahl nicht. Interessierte sind eingeladen. Kontakt in Losheim: Telefon (06872) 26 74, in Wadern: Telefon (06871) 45 28 oder bei Annette Münster-Weber, Telefon (06871) 501 40 10. fs