Folge des Klimawandels Angst um den Noswendeler Bruch

Noswendel · Der Noswendeler Bruch ist ein Naturparadies, zahlreiche geschützte Tier- und Pflanzenarten leben dort. Doch der Klimawandel bedroht dieses Idyll, klagen Naturschützer. Das Thema treibt auch die Politik in der Hochwaldstadt um.

 Sie sorgen sich um das Naturschutzgebiet (von links): Voker Morbe, Peter Thiery und Günter Barth.

Sie sorgen sich um das Naturschutzgebiet (von links): Voker Morbe, Peter Thiery und Günter Barth.

Foto: Margit Stark

Nur noch der Name der Traumschleife erinnert an den Wasservogel, der in dem Noswendeler Bruch einst brütete und seine Jungen aufzog – die Bekassine, im Hochwald liebevoll Himmelsgääs genannt. „Ihr Balzlaut, der mit den Flügeln verursacht wird, klingt wie das Meckern einer Ziege“, sagt der Naturschutzbeauftragte Günter Barth. „Deshalb wird sie als Himmelsziege, also Himmelsgääs, bezeichnet, und der Wanderweg rund um das Gebiet als Himmelsgääs-Paad“, sagt der Noswendeler. Hinter dem Freizeitzentrum am Noswendeler See führt ein Holzbohlensteg in das Idyll, in dem auf ein Schilfdickicht Waldpassagen mit knorrigen Eichen und Buchen im Wechselspiel mit offener Landschaft folgen. Auf dem Terrain hat sich rund um den Wahnbach mit seinen Mühlgräben laut Barth ein Feuchtgebiet mit einer besonderen Tier- und Pflanzenwelt entwickelt – eine Mischung aus Auenwald, Bruchwald, Hainsimsen-Buchenwald, Schilfröhrichten, Hochstaudenfluren, Feuchtwiesen, Sandäckern und Bachlauf.