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"Golf ist Swing, Musik und Tanz"

"Golf ist Swing, Musik und Tanz"

Nunkirchen. Kleine weiße Bälle sirren durch die schwüle Luft. Während sich über den Köpfen der 16 Mädchen und Jungen schwarz-blaue Wolken zusammenschieben. "Oh, oh", sagt Betreuerin Kristina nur, als sie gen Himmel schaut und den Wind durch den Schwarzwälder Hochwald fegen sieht

Nunkirchen. Kleine weiße Bälle sirren durch die schwüle Luft. Während sich über den Köpfen der 16 Mädchen und Jungen schwarz-blaue Wolken zusammenschieben. "Oh, oh", sagt Betreuerin Kristina nur, als sie gen Himmel schaut und den Wind durch den Schwarzwälder Hochwald fegen sieht. Doch die Kids scheinen von den sommerlichen Wetterkapriolen an diesem Montagmorgen überhaupt nichts mitzubekommen, so sehr konzentrieren sie sich auf das Abschlagen ihrer Bälle auf der "Driving Range", dem Übungsplatz im idyllischen Golfpark Weiherhof in Nunkirchen. Dort, wo die "Ferienfreizeit" startet, die das Jugendbüro Losheim vom Landkreis Merzig-Wadern allen Mädchen und Jungen ab 13 Jahren in dieser Woche anbietet. Neben Golfen steht bis Freitag noch ein Besuch in der Völklinger Hütte, Klettern, Kanu fahren und eigene Fotos am Computer bearbeiten auf dem Programm. "Mist, ich treffe nicht", ärgert sich Robin aus Schwemlingen schwarz. "Du suchst etwas zum Treffen, was es nicht zu treffen gibt. Golf ist Swing, Musik und Tanz", weiht ihn Trainer François mit französischem Akzent in die Geheimnisse dieses Sports ein. Und siehe da: Beim nächsten Versuch geht der Ball in hohem Bogen auf die Reise und landet in rund 20 Metern Entfernung auf dem kurz gemähten Rasen. Überrascht von seinem Schlag reißt Robin die Arme in die Höhe. Mit Schmackes sind auch die anderen Mädchen und Jungen bei der Sache. Anke aus Mondorf zum Beispiel, die zum dritten Mal bei der "Ferienfreizeit ab 13" dabei ist - meistens mit zwei Freundinnen, diesmal "nur" mit einer. "Weil es hier immer so lustig ist", sagen beide. Nach anderthalb Stunden ist die "Driving Range" übersät mit weißen Golfbällen. Golfen hat der zuständige Jugendpfleger Udo Riplinger bewusst zum ersten Mal in seine Ferienfreizeit integriert: "Mit einer Spielkonsole können das alle irgendwie. Aber wir wollen die Möglichkeit geben, abseits von Fernseher und Computer echte Erfahrungen zu machen." red