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Wadern
„Gesundheitspark ja, aber an der richtigen Stelle“

Peter Rohles
Peter Rohles FOTO: rup / ROLF RUPPENTHAL 01727172400
Wadern. Grünen-Vertreter auf Stadt- und Kreisebene kritisieren geplanten Standort für neues medizinisches Zentrum in Wadern.

Der Kreisverband sowie der Stadtverband Wadern von Bündnis 90/Die Grünen hat in der Diskussion um die Pläne der Stadt Wadern für einen neuen Gesundheitspark in der Hochwaldstadt den dafür vorgesehenen Standort kritisiert. Gemäß einer Erklärung des Krünen-Kreisverbandes soll die geplante Einrichtung, bei der Fachärzte sowie Pflege- und Unterbringungsangebote zentral zusammengefasst werden, auf einer großen innerörtlichen Grünfläche „mit Biotopstrukturen“ entstehen. Das zeugt nach Ansicht von Peter Rohles, dem Vorsitzenden der Grünen in Wadern, nicht von verantwortungsvoller Stadtplanung.


Statt dessen sollte der Gesundheitspark im Umfeld des mittlerweile geschlossenen Marienhaus-Klinikums entstehen, fordert Rohles. Diese Gelände werde, so die Grünen, „bereits jetzt durch den Bau einer modernen Rettungswache erweitert.“ Weitere Erweiterungsflächen, ohne hohen ökologischen Wert, grenzten unmittelbar an. Dass man sich Gedanken mache, wie nach der Schließung des Krankenhauses die ärztliche Versorgung in der Hochwaldregion aufrecht erhalten könne, ist nach dem Dafürhalten der Grünen „nur zu verständlich“. Allerdings sollte für den Gesundheitspark, der die Folgen der Schließung abmildern könne, nicht „eine innerörtliche hochwertige Waldfläche mit Biotopcharakter, incklusive periodisch fließendem Gewässer“, geopfert werden, fährt Rohles fort. Zudem sei der vorgesehene Standort „ein natürliches Hochwasserrückhaltebecken“.

Grünen-Kreischef Klaus Borger ergänzt: „Es geht hier aber auch nicht um einen Einzelfall, vielerorts legt man nach wie vor die Axt an innerörtliche Grünflächen, die schon heute für das Mikroklima und damit die Daseins-vorsorge und den Prognosen für eine drohende Heißzeit von herausragender Bedeutung sind. In Wadern ist es eine innerörtliche große Grünfläche mit Biotopstrukturen, in Merzig ist es der Seffersbachbereich  und die Klosterkuppe, und in Saarbrücken ist es der Heidenkopf, um nur einige Beispiele zu nennen, wo Baumaßnahmen geplant sind oder bereits durchgeführt werden.“



Klaus Borger
Klaus Borger FOTO: BeckerBredel