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Geschwindigkeitskontrollen: Neue Blitzer in Kostenbach und Buweiler

Kostenpflichtiger Inhalt: Geschwindigkeitskontrollen in Wadern : Neue Blitzer im Löstertal

Messsäulen sollen Raser an Ortseingängen von Kostenbach und Buweiler ausbremsen.

Autofahrer aufgepasst: Künftig blitzt es in der Stadt Wadern auch im Stadtteil Löstertal. Vor wenigen Tagen sind an den Ortseingängen in Buweiler, vom Kasteler Berg kommend, sowie in Kostenbach, aus Richtung Nonnweiler, zwei neue Geschwindigkeitsmessanlagen der Firma Jenoptik in Betrieb genommen worden. Diese sind nicht mehr durch Radar unterstützt, sondern die Geschwindigkeit wird mit Sensortechnik ermittelt. Hierzu sind Kabel in die Straße verlegt, die vom Pkw zur Ermittlung der Geschwindigkeit überfahren werden.

„Nach zahlreichen mobilen Kontrollen und deren Auswertungen haben sich die Standorte in den 30-Stundenkilometer-Bereichen an diesen Ortseingängen als Schwerpunkte der Geschwindigkeitsüberschreitung herauskristallisiert“, klärt Rathaus-Mitarbeiterin Sophie Schäfer, zuständig für Kommunikation und Stadtmarketing, auf.

Dies habe als logische Folge, dass an beiden Standorten aufgrund der Gefahrenstelle die zulässige Höchstgeschwindigkeit mit 30 Stundenkilometern angeordnet wurde. In Kostenbach erfolgte dies aufgrund der zudem nicht gut einsehbaren Kurve und in Buweiler wegen der Kreuzung kurz hinterm Ortseingangsschild. Die gemessenen Durchschnittsgeschwindigkeiten betragen derzeit an den Standorten zwischen 55 und 60 Stundenkilometern, obwohl dort jeweils nur Tempo 30 zugelassen ist und es an beiden Örtlichkeiten in den vergangenen Jahren bereits zu mehreren schweren Verkehrsunfällen kam.

„Unser ausdrückliches Augenmerk liegt auf einer deutlichen Erhöhung der Verkehrssicherheit“, erläutert Schäfer weiter. Dass dies auch mit solchen Mitteln funktioniert, zeigt die Blitzeranlage in Nunkirchen, die in Kürze ebenfalls auf die neue Technik umgerüstet wird. Hier lag die Durchschnittsgeschwindigkeit vor Installation des stationären Blitzers auf gleichem Niveau. Seit die Messsäule in Betrieb genommen wurde, ist das Durchschnittstempo hier  deutlich gesunken. Ebenfalls sind stark gesunkene Unfallzahlen in der Saarbrücker Straße in den vergangenen drei Jahren zu verzeichnen.

Selbstverständlich wurden die beiden neuen Standorte der Messanlagen sowohl mit der Straßenverkehrsbehörde als auch mit der Vollzugspolizei abgestimmt, heißt es von Seiten der Stadt. „Die Stadt Wadern möchte die Straßen und damit das Leben ihrer Bürgerinnen und Bürger sicherer machen. Es geht nicht darum, möglichst viele Ordnungswidrigkeiten und Bußgeldverfahren in die Wege zu leiten, sondern eine erhöhte Sensibilität dafür zu schaffen, dass die Geschwindigkeitsbegrenzungen sinnhaft sind“, ergänzt Bürgermeister Jochen Kuttler.

Und das Übertreten des Tempolimits beziehungsweise zu schnelles Fahren an diesen Stellen werde in Zukunft halt rigoroser geahndet. Es ist keine Abzocke, wird ausdrücklich seitens der Stadt betont, zumal jeder Autofahrer die Verkehrszeichen kennen und beachten sollte.

Nach der Abnahme durch das Eichamt Saarbrücken in den nächsten Tagen erfolgt die Freischaltung der neuen Blitzersäulen unmittelbar im Anschluss daran.