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Nunkirchen
Kinder lauschten gebannt bei der Laternenlesung

Nunkirchen. Klassisch zur Waderner Buchwoche ging es hinaus in die Dunkelheit zu spannenden Geschichten. Von Ruth Wagner

Verirren konnte sich niemand: Kleine, bunte Lampen zeigten den Weg zur Weiheranlage der Wasserfreunde Nunkirchen, die außerhalb des Ortes in Waldnähe liegt. Freundlicherweise hatte der Verein der Wasserfreunde dieses idyllische Plätzchen für die Wald-Laternenlesung von Kultur am Tor zur Verfügung gestellt. Rund 15 Kinder aller Altersstufen mit ihren Eltern versammelten sich hier mit ihren Laternen und lauschten den spannenden Geschichten und Erzählungen, die von René Bergling, in der Gewandung des Schreibers und Erzählers „Renatus vom Hügel“ aus dem Mittelalter, und seinem Kollegen Horst Hilgert, ebenfalls im mittelalterlichen Gewand, vorgetragen wurden. Allen hat es gefallen. Am Ende konnten sich Kinder und Erwachsene, dank der Hilfe der Wasserfreunde, noch am Grillfeuer aufwärmen und sich für den Heimweg mit Würstchen, Weck und Getränken stärken.


Gute Tradition in der Waderner Buchwoche ist seit einigen Jahren auch der Literarische Spaziergang bei Dunkelheit, der eine Woche später stattfindet. Rund 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer versammelten sich, ausgerüstet mit dicken Jacken und festem Schuhwerk, am Forsthof. Im Licht der Laternen mutete die etwa zweistündige Wanderung über den Hannejuschtweg besonders romantisch an, aber auch ein wenig gespenstisch. „Renatus vom Hügel“ hatte in seinem mittelalterlichen Gepäck viele literarischen Werke bekannter Dichter und Autoren, die er unterwegs vortrug.

„Eine wunderbare Sache, denn bei Nacht wirken die Texte noch einmal ganz besonders“, befand eine Teilnehmerin, die schon seit einigen Jahren mit von der Partie ist.



Am Ende gab es großen Applaus für den „Schreiber und Erzähler aus dem Mittelalter“ und noch eine kleine Stärkung mit einem Schnäpschen.