Stabwechsel: Generationswechsel bei der SPD Wadern

Stabwechsel : Generationswechsel bei der SPD Wadern

Eric Ongania führt nun die SPD Wadern. Er löst damit Michael Dewald ab. Vor allem die Komunalwahl sieht er als nächste Herausforderung.

Stabwechsel in der Führungsetage beim Stadtverband Wadern der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). In der Stadtverbandskonferenz haben die 60 Delegierte mit 58 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen Eric Ongania vom Ortsverein Löstertal zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der 33-Jährige tritt damit die Nachfolge von Michael Dewald an, der nach acht Jahren in diesem Amt nicht mehr kandidierte.

Gleichzeitig leiteten die Genossen einen kräftigen Generationswechsel im Vorstand des Waderner Stadtverbandes ein. „Ein überaus junger Vorstand hat die Geschicke der SPD in die Hand genommen und wird mit viel Mut und Entschlossenheit die Wahlen im nächsten Jahr angehen“, so der Tenor bei den älteren Genossen, insbesondere bei Alt-Bürgermeister Fredi Dewald, der die Wahlen als Versammlungsleiter zügig und gekonnt über die Bühne gebracht hatte.

Ongania ist vor den Toren des Hochwaldes in Michelbach 1985 geboren, vor sieben Jahren der Liebe wegen nach Rathen gezogen. Sein beruflicher Werdegang begann bei der Bundeswehr als Offizier, er absolvierte eine Ausbildung zum Finanzbeamten, arbeitete im Finanzamt Saarbrücken und Wirtschaftsministerium, befindet sich derzeit im Studium zum Verwaltungsbeamten an der Fachhochschule in Göttelborn. Neben dem Hobby SPD, das er als zweiter Vorsitzender des Ortsvereins Löstertal ausübt, widmet er sich in der Freizeit zusammen mit seiner Lebensgefährtin der Jagd und der Imkerei.

Eine transparente Arbeit im Stadtverband in Verbindung mit ständiger Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Mitgliedern und Ortsvereinen sowie deren Selbstständigkeit stärken und unterstützen, hat sich Ongania primär innerparteilich auf die Fahne geschrieben. „Die gute Arbeit der letzten Jahre weiter fortführen. Alle Kommunikationswege, wobei die digitalen für die Parteiarbeit äußerst wichtig sind, mehr nutzen, um unsere Arbeit stärker nach außen tragen“, nennt der Vorsitzende weitere Schwerpunkte. Hierzu gehöre aber auch die bevorstehende Kommunalwahl. „Beim Thema Wahlen, wenn auch die eine oder der andere etwas unzufrieden ist, gerade wegen der vergangenen Geschehnisse auf Bundesebene, welche wir hier nicht zu verantworten haben, bin ich motiviert und voller Tatendrang“, betonte der Obergenosse. Da lasse er sich den Schneid nicht abkaufen, sondern gemeinsam müsse man die bevorstehenden Aufgaben anpacken, um gut gerüstet mit einem sauberen und erfolgreichen Wahlkampf auf die Kommunalwahl zuzusteuern. Viel Beifall, womit auch viel Unterstützung für die gemeinsamen Ziele in der nächsten Periode einhergeht, war dem neuen Parteichef sicher. Seiner Generation entsprechend wurden Matthias Etten (OV Wadern, Noswendel, Dagstuhl), Norbert Großmann (OV Wadrill), Eric Meyer (OV Löstertal) und Nora Wilkin (OV Steinberg) zu seinen vier Stellvertretern gewählt. Die Kassengeschäfte führt weiterhin Patrick Schneider (OV Morscholz), dem eine sehr ordentlich geführte Kasse bescheinigt wurde und somit ihm und dem Vorstand die Entlastung erteilt wurde. Florian Buchheit (OV Nunkirchen) übt das Amt des Schriftführer aus, derweil Karl-Heinz Klasen (OV Löstertal) als Organisationsleiter verantwortlich zeichnet. Weitere 19 Beisitzer ergänzen den Vorstand.

„Der Prozess der Erneuerung in der SPD ist hier in Wadern an der Basis keine Phrase, sondern wurde in die Hand genommen und tatkräftig umgesetzt“, gratulierte Anke Rehlinger, Wirtschaftsministerin und Landesvorsitzende, ihren Gleichgesinnten im Hochwald zum gelungenen Generationswechsel. Mit den neuen jungen Leute lasse sich optimistisch in die Zukunft blicken, denn die SPD müsse sich mit eigener Kraft und Stärke fit und attraktiv machen. Und diese beginnt mit dem Ehrenamt an der Basis, wobei der Stadtverband Wadern seinen Teil zur Erneuerung beigetragen hat. In ihrem weiteren Grußwort sprach Rehlinger wirtschafts-, sozial- und gesellschaftspolitische Themen an. Mit Dieselskandal, Kita-Gebühren, Altersarmut, Halberg Guss und Landessportverband hat sie einige Bereiche angesprochen. Besonders dankte sie aber den Menschen im Hochwald für ihr bürgerschaftliches Engagement im Hinblick auf die Errichtung einer Nordsaarlandklinik, um der Gesundheitsvorsorge im Hochwald gerecht zu werden.

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SPD-Kreisvorsitzende Martina Holzner versicherte den Waderner Genossen, dass sie mithelfen werde, Wadern gemeinsam zu gestalten. Auch der Kreisvorstand habe sich einer Erneuerung unterzogen und wird seine Verantwortung, die Parteiarbeit mit Leben zu füllen, in Angriff nehmen. Sie bot dem Stadtverband ihre Unterstützung, dankte, ebenso wie Rehlinger, den alten Haudegen, die nunmehr im zweiten Glied stehen, für ihre erfolgreiche Arbeit und wünschten den neuen Machern ein gutes Händchen bei der Parteiarbeit.

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