Gemeinsam einen Weg erschaffen

Ein neuer Wanderweg rund um Morscholz wurde jetzt feierlich eingeweiht. Mit dabei war auch Umweltminister Reinhold Jost, der den rund 6,8 Kilometer langen landschaftlich reizvollen Weg offiziell für die Wanderer freigab.

Mit einem Gläschen Hochprozentigem, Rum war wohl passend zum Anlass, wurde vor der Wanderhütte des Heimat- und Kulturvereins angestoßen und der Wanderweg "Rund um Morscholz " (RuM1) durch Umweltminister Reinhold Jost im Beisein von Bürgermeister Jochen Kuttler, Ortsvorsteher Markus Wollscheid sowie etlichen Mitbürgern eingeweiht.

Damit ist der Wanderweg mit einer Länge von etwa 6,8 Kilometer freigegeben worden, und wurde gleich von etlichen Mitwanderern unter die Wanderschuhe genommen. Nach etwa zwei Stunden gab es nur positive Rückmeldungen über die ausgewählte landschaftlich reizvolle Wegeführung. Ortsvorsteher Wollscheid gab einen kurzen Rückblick über die geleistete ehrenamtliche Arbeit. Etwa 20 Helfer hatten in knapp 400 Arbeitsstunden den Weg termingerecht hergerichtet.

Zudem haben die Mitglieder des HKV in weiteren 400 freiwilligen Arbeitsstunden eine Wanderhütte erbaut. "All diese Gemeinschaftsarbeiten lassen unsere Dorfbevölkerung noch enger zusammenrücken", hob der Ortsvorsteher hervor. Schließlich sei man auf dem besten Weg, ein echtes Mehrgenerationendorf zu werden.

Bürgermeister Jochen Kuttler gratulierte den Morscholzer Bürgern für ihren Gemeinschaftssinn und ihr großes ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Dorfgemeinschaft. "Vorbildlich und nachahmenswert", lobte Kuttler und überreichte dem Ortsvorsteher eine Spende. Auch Umweltminister Reinhold Jost sprach seinen Dank für diese ehrenamtlichen Arbeiten aus. Zudem ließ sich Jost nicht lumpen: Sein Haus unterstützt solche Leistungen und Tätigkeiten sehr gerne. Im Vorfeld gab es für das gesamte Projekt einen Betrag von 4300 Euro. Zur Einweihung versprach er den Morscholzern noch einen Tisch und eine Bank, die sein Haus für den Wanderweg herstellen und liefern wird. Der Bau des Wanderweges wurde auch unterstützt durch die Jagdgenossenschaft Morscholz , die Stadt Wadern, Holzgarnituren Hoffmann Noswendel sowie Sparkasse Merzig-Wadern.

Als nächstes Projekt ist der "RuM2" geplant. Dieser Wanderweg soll an den geplanten Steinberger Rundwanderweg sowie an den Saar-Hunsrück-Steig anschließen. Ein "RuM3" soll auch noch folgen und an der Wallfahrtskapelle "Bildchen" vorbeiführen.

All diese Maßnahmen werden wiederum in Eigenleistung durchgeführt. "Wir Morscholzer arbeiten nach dem Motto: Eine Handvoll Heimaterde ist mehr Wert als zehntausend Pfund fremden Goldes", zitierte Wollscheid einen chinesischen Philosophen aus dem Mittelalter.