Wallfahrt: Gedenken an einen Mann des Friedens

Wallfahrt : Gedenken an einen Mann des Friedens

Mit einer Festmesse und der traditionellen Wallfahrt begeht man in Wadern am Sonntag das Gedenken an den heiligen Bruder Klaus.

Im Monat März des Jahres 1417 wurde der Nationalpatron der Schweiz, Bruder Klaus von Flüe, geboren. In diesem Jahr, in dem der 600. Geburtstag des Heiligen gefeiert wird, hat die Pfarrgemeinde Sachseln und die Diözese Chur weltweit zu einer Vielfalt von Gottesdiensten und religiösen Veranstaltungen aufgerufen. Zu Ehren des Heiligen Klaus von der Flüe ist auf der Anhöhe zwischen Gehweiler und Löstertal von Gläubigen der Pfarrei Herz Jesu Kostenbach im Jahre 1989 eine Kapelle erbaut worden.

Der Bau der Kapelle geht auf mehrere Wallfahrten nach Flüe in der Schweiz (bei Luzern) durch die Gläubigen aus dem Hochwald zurück. Bei einer dieser Wallfahrten wurde eine vom Schweizer Bildhauer Robi Odermatt geschaffene Statue des Heiligen Nikolaus von der Flüe mitgebracht, in der Absicht, innerhalb eines Jahres eine Kapelle zu errichten. Dies geschah vor nahezu 30 Jahren.

Anlässlich des 600. Geburtstages des Heiligen möchte die Pfarreiengemeinschaft Wadern das Fest von Bruder Klaus an diesem Sonntag, 24. September mit einer Festmesse und der traditionellen Wallfahrt besonders feierlich begehen. Zur Einstimmung auf die heilige Messe an der Kapelle ist eine zweistündige Wanderung mit Meditation und Gebeten vorgesehen, die um 14.30 Uhr beim Schloss Dagstuhl beginnt und über Niederlöstern, den Fahrwald und einen landschaftlich schön gelegenen Höhenweg zur Kapelle führt. Der Gottesdienst um 17 Uhr an der Bruder Klaus-Kapelle wird von Pastor Stefan Sänger und Pastor i. R. Jakob Spaniol gefeiert sowie vom Sing- und Instrumentalkreis mitbegleitet. Alle, die mit ihren Instrumenten mitwirken können, sind dazu übrigens herzlich eingeladen.

Interessierte haben außerdem die Möglichkeit, um 13.30 Uhr an einer Führung in der Kapelle von Schloss Dagstuhl teilzunehmen, bei der Frau Anne Frank die von der Gräfin Octavie de Lasalle gemalten Kreuzwegstationen erklären wird.

Als die Kapelle im Jahre 1989 eingeweiht wurde, war der Bürgerkrieg in Jugoslawien immer noch nicht zu Ende. Inzwischen ist vor allem im Nahen Osten und an vielen anderen Stellen der Welt Krieg und Vertreibung.

Das Anliegen des Friedens für unsere Welt wurde im Jahre 2003 mit der Errichtung zweier Skulpturen an der „Straße des Friedens“, die von Paris nach Moskau über Gehweiler führt, hervorgehoben. So stehen die Skulpturen der beiden Bildhauer Leo Kornbrust und Paul Schneider in unmittelbarer Nähe der Kapelle. Ein weiterer Stein des Friedens von Paul Schneider ist zur gleichen Zeit zwischen Wadrill und Reidelbach aufgestellt worden.

Die Kapelle. Foto: Erich Brücker/Erich Brücker

Nach dem Gottesdienst werden Fahrgelegenheiten angeboten, um die in Dagstuhl abgestellten Autos zurückzuholen. Die ursprünglich vorgesehene Veranstaltung im Pfarrheim Wadrill mit einem Film aus Flüeli wird im kommenden Jahr nachgeholt, hieß es von den Organisatoren.