Fußball-Verbandsliga : Plötzlich ist sogar der Aufstieg ein Thema

Fußball-Verbandsligist Brotdorf fehlen vor dem Derby gegen Perl nur sechs Punkte zur Spitze. Topspiel steigt in Wadern.

Schlägt Serientäter FC Brotdorf auf seinem bevorzugten Terrain wieder zu? Oder gelingt es der SG Perl-Besch an diesem Sonntag im Verbandsliga-Gastspiel am Seffersbach (15 Uhr), ihren schwachen Start ins neue Fußballjahr mit drei Niederlagen in Serie halbwegs zu reparieren? Klar ist: Gastgeber Brotdorf geht als Favorit ins Kreisduell, nachdem auf dem eigenen Kunstrasen bisher in zehn Auftritten acht Siege und zwei Unentschieden zu Buche stehen.

Allerdings weiß Brotdorfs Trainer Hüsnü Acar, dass sich der angeschlagene Gegner ob der heiklen Situation im Tabellenkeller mit möglicherweise bis zu vier Absteigern im Prinzip keine Niederlage mehr erlauben darf: „Das ist für Perl ein richtungsweisendes Spiel“, findet Acar und erwartet entsprechend engagierte Moselaner.

Für ihn selbst ist es eine besondere Partie, denn er hat in Perl mit dem Fußball begonnen und bis zur C-Jugend dort gekickt, ehe er zum SV Mettlach weiter zog. Dort wiederum spielte Acar unter anderem ein Jahr in der Saarlandliga – eine Möglichkeit, die sich nun wieder auftun könnte: Als Vierter liegt Brotdorf gut im Rennen, hat sich mit drei Siegen nach der Winterpause auf sechs Zähler an die Spitze herangepirscht. Sogar Acar wittert da eine Chance: „Ohne mich zu sehr nach vorne wagen zu wollen, aber der Spielplan könnte zu unserem großen Plus werden“, sagt er. Sein Team hat mit dem 1. FC Reimsbach, dem FV Bischmisheim und dem FV Siersburg das Top-Trio der Liga noch zu Hause zu Gast. „Wir haben es selbst in der Hand“, unterstreicht der Trainer. Die Auswärtshürden erscheinen ebenfalls machbar, auf dem Papier ist das Gastspiel beim FC Noswendel Wadern noch das schwierigste.

Allerdings erwartet Acar im Heimauftritt gegen Perl-Besch keine leichte Aufgabe, das 1:3 im Hinspiel sieht er als warnendes Beispiel: „Da lief die Partie auf Augenhöhe. Wir haben Perl nach unserer Führung einfach zu viel Raum gegeben. Ihre starke Offensive um Moussa Touré hat das eiskalt bestraft.“ Touré schnürte einen Doppelpack, Christoph Carl sorgte für den dritten Treffer – und Perl-Besch hatte die Partie gedreht. Auch nun muss eine Wende her, um nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten – bei nur fünf Punkten vor dem Tabellen-13. FSV Hemmersdorf.

Zwei andere Kreisteams ließen zuletzt erstmals Federn: Der FC Noswendel Wadern verlor überraschend mit 1:3 bei Kellerkind FSG Bous: „Wir wollen unsere schwache Leistung dort wieder gutmachen“, sagt Spielertrainer Thorsten Schütte vor dem Kreisduell an diesem Sonntag zu Hause gegen den 1. FC Reimsbach (15 Uhr). Es ist das Top-Spiel des Tages.

Die drittplatzierten Gäste trennten sich zuletzt im Spitzenspiel 1:1 vom FV Bischmisheim – und sind in Wadern ebenfalls auf Wiedergutmachung aus, nachdem sie das Hinspiel daheim mit 1:4 verloren hatten. Zwei Treffer gingen dabei auf das Konto von Marcel Lorig, der nach überstandener Verletzung vor einer Rückkehr in die Noswendeler Mannschaft steht. Ob schon gegen Reimsbach, wird sich zeigen. Immerhin hält Schütte generell fest: „Das Lazarett lichtet sich langsam.“

Mit einem Sieg könnte Noswendel Wadern bis auf einen Punkt an Reimsbach heranrücken. Deren ausgefallene Partie beim SV Saar 05 Jugend II wird übrigens am Mittwoch, 10. April, um 19 Uhr am Saarbrücker Kieselhumes nachgeholt.

Der SV Wahlen-Niederlosheim hofft im Heimspiel gegen das abgeschlagene Schlusslicht SSV Überherrn (Sonntag, 15 Uhr) auf den ersten Sieg des Jahres. Bereits am Samstag gastiert der Sechste SV Losheim beim Tabellennachbarn SV Ritterstraße (17 Uhr).