1. Saarland
  2. Merzig-Wadern
  3. Wadern

Fußball kann mehr sein als nur kicken

Fußball kann mehr sein als nur kicken

Die Jugendabteilung des Fußballclubs Wadrill wurde jetzt mit dem Jugendförderpreis des Saarländischen Fußballverbandes ausgezeichnet. Grund ist der Einsatz für den kranken Felix Weber aus Oberlöstern.

Tolle Auszeichnung für die Jugendabteilung des Fußballclub Wadrill. Beim Saarbasar-Jugendförderpreis des saarländischen Fußballverbandes (SFV) wurde die Nachwuchsabteilung des Bezirksligisten mit einem ersten Preis in der Kategorie "Soziales Engagement" ausgezeichnet und mit einem Tausend-Euro-Schein für die Jugendkasse belohnt. Dieser Förderpreis wurde zum dritten Mal ausgelobt.

Schon vor zwei Jahren hatten sich die rot-weißen Nachwuchsfußballer beim SFV-Jugendförderpreis beteiligt und einen Preis in der Kategorie "Jugendfreizeit" gewonnen. In diesem Jahr wurde der FC Wadrill als einziger Verein im Kreis bei dem Wettbewerb ausgezeichnet.
Gegenseitiger Ansporn

"Wir wollen unseren Jugendlichen nicht nur Fußball anbieten, sondern auch gesellschaftliche und soziale Kompetenzen vermitteln", beschreibt Jugendleiter Ralf Simon das Engagement der Rot-Weißen aus dem nördlichen Waderner Stadtteil. Das FCW-Jugend-Fußball-Camp in diesem Jahr, an dem 45 Jungs und Mädels von sieben bis zwölf Jahren mit Cheftrainer Gerd Warken teilnahmen, widmete der Jugendleiter mit seinem Trainer- und Betreuerteam der Hilfe für den kranken Felix Weber aus Oberlöstern.

Der Achteinhalbjährige hat das Pallister-Killian-Syndrom und ist auf dem Entwicklungsstand eines etwa zwölf Monate alten Kindes. Er kann sitzen, krabbeln und an den Händen festgehalten, ein paar Schritte laufen. Trotzdem ist der Junge ein sehr fröhliches und ausgeglichenes Kind, das tagtäglich Therapien, Gymnastik und Training über sich ergehen lassen muss. Viel Spaß hat er bei seiner Reit-Therapie. Auch eine Delphin-Therapie hat der Junge hinter sich und damit Erfolge erzielt. Für eine zweite erhielt er Unterstützung durch die Jugendfußballer ihren Alterskameraden. Daher haben beim Fußballcamp alle Teilnehmer das DFB & McDonalds Fußballabzeichen abgelegt. Infos über die Krankheit erhielten die Kinder außerdem.

"Das war bei aller Betroffenheit, die den Jungs und Mädels anzumerken war, Motivation und Ansporn genug, möglichst viele Punkte zu sammeln. Jeder spornte den anderen an", sagt der Jugendleiter Simon.

Die bei den einzelnen Übungen wie Elferkönig, Dribbelkünstler oder Flankengeber erzielten Punkte wurden in Euro umgerechnet. So kamen 375 Euro zusammen, die von Eltern, Omas und Opas mit Spenden auf 600 Euro aufgerundet und an die Eltern von Felix als Beitrag zur Kostendeckung der Delphintherapie übergeben wurden.

Ihre Freunde und Dankbarkeit war, ebenso wie die der Fußballer bei der Auszeichnung in Saarbrücken, als sie mit dem ersten Preis für ihr soziales Engagement ausgezeichnet wurden. "Damit haben wir nie gerechnet", sagte Simon. Das Geld könne man für weitere Hilfsprojekte gut gebrauchen. Schließlich wird man den Jugendlichen weiter nicht nur Fußball anbieten, sondern auch soziales Engagement vermitteln.