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Frauenfußball
Wonn hält alles, was auf ihren Kasten kommt

 Verena Wonn
Verena Wonn FOTO: Andreas Schlichter
Wadern. Riegelsbergs Fußballfrauen besiegen ihren Final-Fluch und gewinnen in Wadern das am besten besetzte Masters-Qualifikationsturnier. Von Philipp Semmler

Masters-Titelverteidiger und Regionalligist 1. FC Riegelsberg hat sich den Titel beim bestbesetzten Turnier der Qualifikationsserie zum Volksbanken-Frauen-Masters geschnappt. Der 1. FC gewann am Samstag den AOK-Ladies-Cup der SG Morscholz-Steinberg in der Waderner Herbert-Klein-Halle (42 Wertungspunkte). „Zuletzt haben wir bei diesem Turnier zwei Mal im Endspiel verloren, deshalb ist die Freude natürlich groß, dass wir dieses Mal endlich mal gewonnen haben“, erklärte Riegelsbergs Trainerin Melanie Klein.


Den Titel holte ihr Team auch ohne die Übungsleiterin, die beruflich verhindert war. Im Endspiel setzte sich der 1. FC gegen Top-Favorit SG 99 Andernach durch. Die Rheinland-Pfälzerinnen spielten vergangene Saison noch in der 2. Liga – und wollen wieder dorthin zurückkehren. Auf dem Feld ist Andernach Tabellenführer der Regionalliga Südwest.

Dort gewann Andernach auch das Ligaduell gegen Riegelsberg klar mit 4:1 – in der Halle in Wadern lief es aber anders. Winter-Neuzugang Michaela Scheid brachte die Saarländerinnen im Endspiel mit 1:0 in Führung. Mittelfeldspielerin Anne Reinhard machte mit dem 2:0 den Sack zu. Riegelsbergs Torhüterin Verena Wonn war im Finale – wie fast während des gesamten Turniers – nicht zu bezwingen. Nur in einem Spiel musste Wonn hinter sich greifen – beim 4:3 nach Siebenmeterschießen im Halbfinale gegen den SC Siegelbach (ebenfalls Regionalliga). Hier hatte es nach der regulären Spielzeit 1:1 gestanden.



Rang drei in Wadern sicherte sich Verbandsligist SV Dirmingen, der im kleinen Finale den SC Siegelbach mit 1:0 bezwang. Dirmingen holte damit wichtige Masters-Zähler.

Als letzter Club aus dem Landkreis Merzig-Wadern scheiterte Landesliga-Spitzenreiter SV Bardenbach im Viertelfinale an Riegelsberg. Veranstalter SG Morscholz-Steinberg war mit seinem Bezirksliga-Team nicht am Start. „Wir haben uns auf die Rolle des Gastgebers konzentriert“, berichtet Andreas Weingarten, Vorsitzender Verwaltung der SG. Mit dem Turnier war Weingarten zufrieden: „Es war sportlich hochwertig, alle Mannschaften sind gekommen, die beiden Besten haben im Endspiel gestanden, und wir hatten 200 Zuschauer.“