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Fußball
Fortuna glücklos und bald ohne Rapin

  Patric Rapin.
 Patric Rapin. FOTO: Brücker
Büschfeld. Fußball-Bezirksligist Büschfeld plant „Generationswechsel“ auf der Trainerposition.

Bei Bezirksligist SC Büschfeld ging es zuletzt turbulent zu – sowohl auf als auch abseits des Fußballplatzes. Drei Tage nach dem 2:1-Coup beim SV Schwemlingen-Ballern musste sich der Aufsteiger am Mittwoch nach sechs unbesiegten Partien wieder geschlagen geben. Bei Tabellenführer SG Britten-Hausbach verlor die Fortuna mit 2:3 – nach 2:0-Pausenführung. Die SC-Treffer von Spielertrainer Jörn Kiefer (18.) und Gregory Lubicz (30.) waren nicht genug.


In Hälfte zwei glich Britten-Hausbach durch Oliver Basitta (53.) und das 18. Saisontor von Björn Weber (73.) aus, ehe Marko Tolo zur späten Wende für den Primus abstaubte (86.). „Nach dem 1:2 haben wir die Ordnung verloren und waren nicht mehr aggressiv genug. Wir hatten dennoch die Riesenchance zum 3:1“, ärgerte sich der andere Büschfelder Spielertrainer Patric Rapin.

Für Verwunderung hatte bei dem 44-Jährigen der jüngste Entschluss der Fortuna-Verantwortlichen gesorgt: Der Verein hat die Trennung von Rapin zum Saisonende beschlossen. An die Seite des 27-jährigen Offensivakteurs Kiefer solle nach Möglichkeit ein jüngerer und zudem in der Defensive heimischer Spielertrainer rücken, wie der sportliche Leiter Stefan Cariers erläutert: „Wir möchten, so wie wir es auch im Vorstand nach und nach tun, die jüngere Generation mehr mit ins Boot nehmen und haben uns daher entschieden, die Leitung unserer Mannschaften einem teilweise neuen Trainerduo anzuvertrauen.“



Rapin habe seit der Rückkehr vor zweieinhalb Jahren „ausgezeichnete Arbeit geleistet“ und großen Anteil am jüngsten Meister-Double in der A- und B-Klasse, ergänzte Cariers. Auch diese Saison schlägt sich die Fortuna beachtlich, belegt als Aufsteiger mit 27 Zählern den starken siebten Platz. Er könne es daher verstehen, dass der Schritt für Außenstehende nicht ganz nachvollziehbar sei, sagt Cariers. Der anvisierte Generationswechsel habe aber Vorrang. „Ich muss die Entscheidung akzeptieren und hoffe, dass wir die Saison so positiv wie zuletzt fortsetzen“, sagte Rapin: „Parallel suche ich jetzt nach einer neuen Herausforderung und möchte künftig nur noch als Trainer arbeiten.“ Zum letzten Spiel des Jahres empfängt Büschfeld an diesem Samstag die SF Bietzen-Harlingen (16 Uhr).