Fleischerei Stroh setzt auf regionale Erzeugnisse

Büschfeld : Jetzt hat „Ebbes von Hei“ auch eine Fleischerei

Mit dem Beitritt des Betriebes von Familie Stroh aus Büschfeld hat die Regionalinitiative eine Lücke geschlossen.

Fleisch und Wurst vom Feinsten, das bieten auch andere Fleischer. Aber als Alleinstellungsmerkmal ihrer Branche darf sich jetzt die Fleischerei Stroh in Büschfeld, Wadern, Lebach und Schmelz mit dem Logo der Regionalinitiative „Ebbes von Hei!“ schmücken, was sie über frische Ware vom Feinsten hinaus mit dem Prädikat „aus der heimischen Region“ auszeichnet. Achim Laub (Vorstand der Regionalinitiative) und Peter Klein (Geschäftsführer der Saarschleifenland Tourismus GmbH) begrüßten am Montag offiziell die Brüder Jan und Matthias Stroh von der Geschäftsführung des Familienunternehmens als neue Partner von „Ebbes von Hei!“

Jan und Matthias Stroh führen das Familienunternehmen bereits in vierter Generation (siehe Infobox) und fühlen sich privat und als Geschäftsleute traditionell der Heimatregion verpflichtet. Schon deshalb mussten sie von den Vertretern der Regionalinitiative nicht lange gebeten werden, sich mit ihrem Unternehmen den Zielen von „Ebbes von Hei!“ zu verpflichten. Jan Stroh: „Weil wir unsere Bauern und Fleischproduzenten aus der Region seit vielen Jahren kennen und ihnen vertrauen, freuen wir uns besonders darüber, unseren Kunden als erster Betrieb im Saarland jetzt zertifizierte Fleisch- und Wurstwaren anbieten zu können.“

In diesem Zusammenhang erinnerte Peter Klein an die ersten, noch etwas zögerlichen Anfänge von „Ebbes von Hei!“ vor sechs Jahren. „Was damals mit gerade mal zehn Mitgliedern begann“, sagte der Geschäftsführer der Saarschleifenland Tourismus GmbH, „hat sich inzwischen dynamisch weiterentwickelt.“ Inzwischen hätten sich rund 150 Mitglieder dieser Regionalinitiative angeschlossen, die sich so vielfältig wie die Saar-Hunsrück-Region selber dafür engagieren. Diese Mitglieder rekrutierten sich aus den Bereichen Handwerk, Tourismus, Kultur, Handel und Gewerbe, Gastronomie und Naturschutz. Aber auch Landwirte, Direktvermarkter, kommunale Körperschaften auf Kreis-, Stadt- und Gemeindeebene sowie Verbände der ländlichen Entwicklung seien heute mit von der Partie.

Wie Klein freut sich auch Achim Laub vom Vorstand der Regionalinitiative besonders darüber, jetzt mit der Fleischerei Stroh auch einen Fleisch- und Wurstanbieter als Mitglied begrüßen zu können: „So ein renommierter Fleischerbetrieb hat uns bislang in unseren Reihen gefehlt.“ Damit sei eine Lücke bei „Ebbes von Hei!“ geschlossen worden, die zuvor insbesondere von den zahlreichen Mitgliedsbetrieben der Gastronomie immer wieder beklagt worden sei. Ab sofort dürfen die gastronomischen Mitgliedsbetriebe beispielsweise auf ihren Speisekarten darauf verweisen, dass sie zertifizierte Fleisch- und Wurstwaren der Fleischerei Stroh in ihren Küchen verarbeiten, die von Erzeugern aus der Heimatregion stammen.

Jan Stroh: „Wir arbeiten nur mit Bauern aus der Nachbarschaft zusammen, mit denen wir als traditionelles Familienunternehmen bereits seit Generationen vertrauensvoll zusammenarbeiten.“ Sein Bruder, Matthias Stroh, bezifferte die wöchentlichen Schlachtzahlen im eigenen Betrieb in Büschfeld auf etwa 50 Schweine und vier bis acht Rinder. „Und die stammen ausnahmslos von landwirtschaftlichen Betrieben der Region.“

Klein fasste in diesem Zusammenhang noch einmal das Ziel der Regionalinitiative zusammen: „Gemeinsam kann man mehr erreichen.“ Deswegen arbeite der Verein darauf hin, Akteure aus den verschiedensten Bereichen in der Region zusammenzubringen. Und Laub fügte hinzu: „Wir vernetzen regionale Produzenten, Institutionen aus Wirtschaft und Tourismus, Gastronomie und Hotellerie, Händler und Dienstleister. Dabei entstehen auf unkomplizierte Art und Weise neue Geschäftsbeziehungen, gute Ideen und neue Projekte. Mit ‚Ebbes von Hei!’ als Plattform machen wir das qualitativ hochwertige Angebot in der Region auf vielfältige Weise wahrnehmbar und bringen regionale Anbieter mit Kunden, Besuchern und Touristen zusammen.“ Und die Brüder Jan und Matthias Stroh ließen abschließend keinen Zweifel daran, „dass wir mit dieser Partnerschaft unser Unternehmen noch besser als bisher für die Zukunft positionieren können.“