Wadern: Finanzspritze für die Museumsarbeit

Wadern : Finanzspritze für die Museumsarbeit

Die Kasse der aufgelösten Briefmarken- und Münzsammler-Vereinigung geht ans Stadtmuseum Wadern.

70 Jahre alt wird im November dieses Jahres die Vereinigung der Briefmarken- und Münzsammler, Bezirk Hochwald, mit Sitz in Wadern. Doch diesen runden Geburtstag kann die Vereinigung nicht mehr feiern. „Mit zuletzt drei aktiven von insgesamt elf eingetragenen Mitgliedern hat es einfach keinen Sinn mehr gemacht, die Vereinigung am Leben zu halten. Jugendliche gab es auch nicht, die ein solches Hobby pflegen wollen, denn diese haben andere Interessen“, sagt Christoph Kaub, der neben Gerhard Scheid und Josef Wachtler das aktive Trio der verbliebenen Mitglieder bildete.

Das Interesse hat immer mehr abgenommen, wenngleich die allmonatlichen Tauschabende und Treffen im Vereinslokal noch terminiert waren. Kaub und Wachtler haben den Verein nunmehr aufgelöst.

Das restliche Geld, was noch in der Vereinskasse war, wurde gemäß der Satzung an gemeinnützige Fördervereine übergeben. So wurden 200 Euro an die Mildred-Scheel-Stiftung überwiesen, die restlichen 292,38 Euro wurden dieser Tage an exponierter Stelle im Öttinger Schlösschen, wo derzeit eine Ausstellung an 50 Jahre Städtepartnerschaft von Wadern mit Montmorillon erinnert, an den Förderverein Stadtmuseum Wadern, vertreten durch den Vorsitzenden Bernd Schröder, und Museumsleiterin Christina Pluschke symbolisch übergeben. Der Förderverein wurde im April 2013 gegründet und setzt sich für die Bewahrung des kulturellen Gedächtnisses im Stadtmuseum ein.

Die Arbeit des Museums soll organisatorisch und finanziell unterstützt werden. „Jede Unterstützung zu unseren Gunsten ist gut angelegtes Geld, denn es hilft uns, unser Museum weiter voranzutreiben und bekannter zu machen“, bedankte sich Museumsleiterin Pluschke bei den Spendern der ehemaligen Briefmarken- und Münzsammler Vereinigung.

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