Feuerwehr probt im Hotel Restaurant Reidelbach den Ernstfall

Wadrilltal : Mit der Drehleiter proben sie den Ernstfall

Die Rettung mehrerer Menschen aus einem brennenden Hotel war das Szenario bei einer Übung des Löschbezirks Wadrill.

Feueralarm im Hotel Restaurant Reidelbach Hof: starke Rauchentwicklung im Kellergeschoss des Hotels. Dazu breitete sich der beißende Rauch durch das Treppenhaus bis ins oberste Stockwerk aus. Den Personen im Hotel war der Fluchtweg durch das Treppenhaus versperrt.

Das war die Ausgangslage einer Feuerwehrübung des Löschbezirks Wadrill unter Leitung des stellvertretenden Löschbezirksführers Holger Brücker, zu der auch der Löschbezirk Wadern mit seinem Drehleiterfahrzeug alarmiert worden war. Hinderlich war auch die Zufahrt zum Reidelbacher Hof, da die Zufahrtsstraße L 365 wegen Straßenbauarbeiten teilweise gesperrt war, sodass sich die Feuerwehrfahrzeuge ihren Weg über umliegende Orte und Straßen suchen mussten.

Erste eintreffende Fahrzeuge lokalisierten den Brandherd im Bereich der Kegelbahn im Keller. Zwei Trupps arbeiteten sich über zwei Angriffswege mit Atemschutzgeräten in den Keller vor und durchsuchten diesen Bereich nach Personen, die unmittelbar nach draußen gebracht und dem Personal des Rettungsdienstes auf dem eingerichteten Verbandsplatz zur Betreuung und Versorgung übergeben wurden. Das weitere Vorgehen koordinierte die Einsatzleitung.

Mit weiteren Löschangriffen konnten die Einsatzkräfte Herr über das Feuer werden. Zeitgleich wurde die Drehleiter in Stellung gebracht: Aus dem obersten Stockwerk, in das der Rauch quoll, wurden die Personen gerettet, die sich nach oben hin geflüchtet hatten. Nach der Meldung „Feuer aus“ wurde der betroffene Bereich den entsprechenden Gerätschaften entraucht, die Schläuche und Gerätschaften in den Feuerwehrautos untergebracht.

In einer Nachbesprechung wurde die Übung von den Führungskräften analysiert, negative wie positive Aspekte angesprochen. „Das Übungsziel, das Auffinden von Personen und ihre Rettung – auch über die Drehleiter –, klappte ordentlich“, stellte der Übungsleiter schließlich fest. Insgesamt waren 46 Einsatzkräfte und acht Fahrzeuge, einschließlich Drehleiter der Löschbezirke Wadrill und Wadern sowie der Wehrführung an der Übung beteiligt.

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