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Feuerwehr in Wadern sammelt Geld für Flutopfer in Ahrweiler

Spende : Feuerwehr in Wadern sammelt Geld für Flutopfer in Ahrweiler

Bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins sind Spenden gesammelt worden. Auch der Löschbezirk und ein Kuchenverkauf haben zur Gesamtsumme beigetragen.

Rettungseinsätze bei Starkregen- und Hochwasserkatastrophen sind den Floriansjüngern vom Löschbezirk Wadern der städtischen Freiwilligen Feuerwehr wohlbekannt. Schließlich mussten aufgrund mehrerer Unwetter in den jüngsten Jahren auch im Hochwald viele Hilfseinsätze gefahren werden. „Die Flutkatastrophe in der Eifel und an der Ahr hat uns alle im Hinblick auf diesen Hintergrund sehr betroffen gemacht, vornehmlich aufgrund der Tatsache, dass unzählige Feuerwehrleute und THW-Helfer in der betroffenen Region im Einsatz waren, ihre Familie alleine lassen mussten und zudem selbst ihr Hab und Gut und in einigen Fällen ihr ganzes Privathaus verloren haben“, nennt Löschbezirksführer Pascal Steffen Gründe für eine Flutopferhilfe, die durch den Förderverein und den Löschbezirk Wadern zusammengetrommelt wurde, und den Verantwortlichen in den betroffenen Regionen zur Verfügung gestellt werden wird.

Zunächst konnten anlässlich der Jahreshauptversammlung des Fördervereins 895 Euro gesammelt werden. Der Löschbezirk verdoppelte den Betrag und rundete auf 2000 Euro auf. Im Rahmen des Kuchenverkaufs am See kamen weitere 225 Euro an Spenden hinzu. „Noch haben wir keine Kontakte nach Ahrweiler knüpfen können, werden dies aber noch tun, um unsere Hilfe vor Ort übergeben zu können“, ließ Steffen im Gespräch mit der SZ wissen. Vielleicht könne dann auch noch die eine oder andere notwendige Sachspende organisiert werden.

Der Förderverein des Löschbezirks Wadern zählt mehr als 100 fördernde Mitglieder und hat im vergangenen Jahr mit über 2500 Euro die Arbeit des Löschbezirks durch Anschaffungen, die die Sicherheit im Einsatz erhöhen, unterstützt. „Dies war Beleuchtungsmaterial durch Umrüsten auf LED in und an den Fahrzeugen, dazu Unterbausätze für die technischen Hilfen“, klärte Kassierer Michael Pierron auf. Gleichzeitig macht er darauf aufmerksam, dass sich der gemeinnützige Förderverein von Mitgliedsbeiträgen (ab sechs Euro pro Jahr) und kleineren und größeren Spenden finanziert. Hierfür darf eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden. „Die Unterstützung durch den Förderverein ist schon enorm“, stellte Löschbezirksführer Steffen den Mitgliedern des Fördervereins ein gutes Zeugnis aus.

Darüber hinaus steht der Löschbezirk mit derzeit 29 Männern und fünf Frauen vor großen personellen Herausforderungen. Austritte gibt es wegen eines Studiums außerhalb und Wegzug, aber auch Wechsel in die Altersabteilung aus gesundheitlichen Gründen. „Desinteresse mancher Kameraden kommt auch noch hinzu“, merkt Steffen nicht gerade gerne an. So hofft er, dass sich im Zuge der Welle der Hilfsbereitschaft auch vermehrt Freiwillige oder Quereinsteiger mit Interesse an Technik, Fahrzeugen, Arbeiten in kameradschaftlichen Teams oder Übernahme von Verantwortung der Feuerwehr anschließen.