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"Fest der Nationen" in der Kita Wadern begeisterte Besucher

Wadern. 57 Kinder, davon zehn unter drei Jahre alt, werden in der Waderner Kita von zehn Erzieherinnen betreut. Der Großteil ist deutsch, aber hier hört man auch Italienisch, Polnisch, Russisch, Türkisch, Tschechisch und Spanisch

Wadern. 57 Kinder, davon zehn unter drei Jahre alt, werden in der Waderner Kita von zehn Erzieherinnen betreut. Der Großteil ist deutsch, aber hier hört man auch Italienisch, Polnisch, Russisch, Türkisch, Tschechisch und Spanisch. Was also lag näher, als das jährliche Frühlingsfest einmal als gelungenes "Fest der Nationen" zu feiern?Die Kinder begrüßten am Samstag ihre Gäste in ihrer Muttersprache. Beim Gottesdienst im Garten hatte Pastor Johannes Paul Mittermüller den Psalm 117 in den Mittelpunkt gestellt: "Lobet den Herrn, alle Völker! Preist ihn, alle Nationen!" Der Geistliche sprach über friedliche Koexistenz: "Die Erwachsenen können von den Kindern lernen. Keines erlebt seinen Nachbarn als Bedrohung."Die ganz Kleinen sind wegen der vielen Leute etwas irritiert, die Größeren arbeiten seit drei Wochen für ihr Fest, sagt Annekäthe Meier, seit 15 Jahren hier an der Spitze. Garten und Räume sind mit den Nationalflaggen geschmückt, auf einer Weltkarte sind von Wadern aus Fäden in die Heimatländer der Kinder gespannt. Dort hängen ihre Fotos. "Richtig einladend", findet Birgit Ludwig, Gesamtleiterin der elf Kitas im Hochwald. Sie dankt den Eltern und dem Förderverein als gemeinsame Veranstalter und den Kita-Mitarbeiterinnen für die praktische Umsetzung."Ganz toll, das Büfett, wie in einem Feinkostladen", schwärmt Erzieherin Susanne Koch von der Arbeit der Eltern. Recht hat sie. Da locken Böhmische Buchteln, türkische Pohca, ein Hefegebäck mit Schafskäse, gefüllte Blinis aus Russland, aus Kasachstan duftende Tomaten mit Knoblauch, türkische Sigara Böregi, Frühlingsröllchen mit Käse, dazu ein Bauernsalat, zum Dessert Hworost, zuckersüßes frittiertes Gebäck aus Russland, daneben eine Unzahl von Torten und Kuchen. Was den Gästen das Wasser im Mund zusammen laufen ließ, war schon eine Spende wert. fs