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Erstklässler in Wadern und Weiskirchen erhalten Lesetüten

Aktion in Weiskirchen und Wadern : Lesetüten sollen bei Erstklässlern die Lust aufs Buch befeuern

Für knapp 200 Schüler gab es die individuell gestalteten Tüten.

Trotz Corona-Pandemie überwog bei den knapp 200 Erstklässlern in den Grundschulen Nunkirchen, Lockweiler und Wadrill aus der Stadt Wadern sowie Thailen aus der Gemeinde Weiskirchen die Freude, nachdem sie mit ihren neuen Schulranzen und großen Schultüten erstmals nach den Sommerferien, auch mit Masken im Gepäck, in die Schule gehen durften. Die ersten, nicht alltäglichen Schritte in den neuen Lebensabschnitt haben die Kinder nunmehr hinter sich, kennen den derzeitigen Schulalltag mittlerweile aus dem Effeff, wollen rechnen, malen und auch lesen lernen, vielleicht anderes noch mehr. Dieser Tage gab es erneut Schultüten, wohl zur Überraschung aller Kinder. Entsprechend groß war wiederum die Freude bei den sechsjährigen Jungen und Mädchen.

Die Bücherhütte Wadern mit Inhaberin Beatrice Schmitt hatte traditionell die Aktion „Eine bunte Lesetüte für jeden Schulanfänger“ gestartet, schließlich gehört zum Lesen auch ein erstes eigenes Buch. „Allen Erstklässler in den genannten Grundschulen erhalten von mir eine bunt bemalte Lesetüte ausgehändigt“, erzählte Schmitt bei der Übergabe den Kindern. In der Tüte, außen bunt gestaltet und teilweise sogar mit einer Widmung versehen durch die Erstklässler des Vorjahres, fanden die Kinder ein altersgerechtes Erstlesebuch als Geschenk: „Bifi und Pops – Mission Hundeschule“. „In dem Buch könnt ihr lesen, wie Pops, das Herrchen, und sein Hund Bifi mit einander spielen und herum tollen. Bifi muss aber in der Hundeschule lernen, dass er auf sein Herrchen zu hören hat. Mit einem Trick bringt die Hundetrainerin das dem Hund bei. Welchen Trick, das könnt ihr im Buch nachlesen“, erzählte die Buchhändlerin den Erstklässlern.

Dazu ist ein Lesezeichen in der Tüte, damit man Zeile für Zeile lesen kann, ferner ein Stundenplan und ein Schild, das die Kinder an die Türe ihres Zimmers hängen können, wenn sie alleine sein und ungestört lesen möchten. „Auf der anderen Seite des Schildes steht, dass jemand rein kommen darf und dem Kind was vorlesen soll“, gab Schmitt den Kindern zu verstehen.

In einem Begleitbrief an die Eltern weist die Buchhändlerin auf die Bedeutung der Leseförderung hin. „Dabei ist es wesentlich, Kindern vorzulesen, sie selbst lesen zu lassen, mit ihnen darüber zu reden und in fremde Welten einzutauchen, denn damit wird die Fantasie gefördert“, betont Schmitt. Weiter erzählt sie, dass die Lesetüten mit dem ersten Buch in der Vergangenheit gut angenommen wurden. Es bleibt zu hoffen, dass es auch zuhause mit der Leseförderung weitergeht.

Grundschule Lockweiler Foto: eb
Grundschule Nunkirchen Foto: eb
Grundschule Wadrill Foto: eb

Die weißen neutralen Lesetüten waren vor den Sommerferien von den Erstklässlern aus dem Vorjahr fantasievoll und farbenfroh bemalt worden. Anschließend wurden die Tüten wieder eingesammelt, während der Sommerferien im Schaufenster der Bücherhütte als Dekoration für die Kundschaft und die Besucher ausgestellt. „Die tollen Malergebnisse waren so wundervoll individuell, so dass man sie den Kunden nicht vorenthalten durfte“, bestätigte Schmitt. Begeisterte Kunden wollten solche Lesetüten selbst kaufen, mussten aber vertröstet werden, weil sie nur für den besonderen Zweck hergestellt wurden.