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Ernst Sykora aus Wadern sammelt seit 40 Jahren Messerbänkchen

Sammlung in Wadrill : Ruhestätten für benutztes Essbesteck

Ein ungewöhnliches Hobby: Ernst Sykora aus Wadrill sammelt Messerbänkchen und Stäbchenhalter aus aller Welt.

Es ist unzweifelhaft ein ganz spezielles Hobby: Auf Ernst Sykora aus Wadrill üben Messerbänkchen eine ganz besondere Faszination aus. Wie sonst ist es zu erklären, dass er seit über 40 Jahren dieser Leidenschaft frönt? „Messerbänkchen erfüllen einen wichtigen Zweck, sie gehören allerdings eher zur festlichen Tafelkultur. Es sind Gegenstände, die dazu dienen, das bereits benutzte Essbesteck dort abzulegen, um so seinen Teller frei für zu haben und Tischdecke und Tisch nicht mit dem Besteck zu beschmutzen. Es gibt sie in vielen Ausführungen, Materialien und vorwiegend mit klassischen Motiven“, erläutert der Sammler.

„Aufmerksam auf diese Gegenstände, die mir vorher unbekannt waren, wurde ich erstmals 1975 bei dem Stück ‚Biedermann und die Brandstifter’ von Friedrich Dürrenmatt und einer Textpassage, in der Biedermann die Magd rügt, Messerbänkchen seien viel zu edel und vornehm für die Brandstifter“, sagt Sykora.

Und dann habe er kurze Zeit später zufällig in einem Antiquitätengeschäft Messerbänkchen im Jugendstil entdeckt und danach auch in Geschäften für Haushaltswaren, auf Flohmärken und bei Auktionen.

Beruflich war der gebürtige Bayer als Textilexperte und Entwicklungshelfer in vielen Ländern unterwegs und sei dabei immer wieder auf Messerbänkchen in den unterschiedlichen Ausführungen gestoßen.

Auf Reisen nach Asien und Fernost waren es die Chop-Stick-Holder, Stäbchenhalter, in klassischem und modernem Design, während sich in Europa und den ehemaligen Kolonialstaaten ausschließlich Stücke mit klassischen Motiven fanden.

Voller Stolz präsentiert Ernst Sykora nun seine wahrhaft umfangreiche Sammlung: Denn mittlerweile sind 940 Messerbänkchen und Stäbchenhalter aus aller Welt zusammengekommen.