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Eine Arbeit, in der Rhythmus steckt

Eine Arbeit, in der Rhythmus steckt

Aus hunderten Schrauben, etlichen Holzplatten und vielen Einzelteilen besteht das vermutlich weltweit erste Gemälde zum Trommeln. Schüler des Waderner Hochwald-Gymnasiums bauten die Cajon-Trommeln zusammen mit ihrer Musiklehrerin.

1000 Schrauben, 150 Holzplatten und viele diverse Einzelteile: Mit Begeisterung bauten die Sechstklässler des Waderner Hochwaldgymnasiums 24 Cajons. Von Holzkisten, denen Rhythmen zu entlocken sind, sagen sie voller Stolz: "Das erste betrommelbare Gemälde der Welt steht am Hochwald-Gymnasium Wadern ." Denn in der Arbeit steckt nicht nur Rhythmus drin, sondern auch jede Menge Motive darauf.

Die Idee, dieses aus Südamerika stammende Instrument zu bauen, kam Maria Haupenthal , Musik- und Klassenlehrerin der Klasse 6d. Sie lud den Musiker und Instrumentenbauer Peter Lorson ein. Ihre Ziele: das Musik-Instrumentarium des Hochwald-Gymnasiums zu erweitern und die Schüler am Bau zu beteiligen, damit sie die Entstehung eines Instrumentes in Theorie und Praxis kennenlernen. "Dabei wurde das Gemeinschaftsgefühl gestärkt, das soziale Klima innerhalb der Klasse verbessert", sagt Haupenthal über den Workshop. "Zudem lernten die Schüler eine besondere Wertschätzung gegenüber dem selbstgebauten Instrument und leisten etwas Nachhaltiges für die Schule." Das Instrumentarium des Hochwald-Gymnasiums wird aufgestockt. Daher können nach ihren Worten künftig alle Schüler , auch diejenigen ohne instrumentale Vorkenntnisse, ins Musizieren eingebunden werden, etwa beim Rhythmus-Spielen. Im Kunstunterricht entwarfen die Schüler und die Künstlerin Sibylle Bärtges Fantasie-Gestalten - Vorlagen für das Acrylgemälde.

Am ersten Tag des Workshops verarbeiteten die Kinder unter Anleitung von Peter Lorson und unterstützt von Eltern und Lehrern 1000 Schrauben, 150 Holzplatten und viele diverse Einzelteile zu 24 rohen Cajon-Kisten. Es wurde geklebt, gebohrt, geschraubt, gefräst, geschliffen und lackiert. Am zweiten Workshop-Tag übernahm Bärtges die Leitung: Die Schüler übertrugen die entworfene Vorlage schablonenartig auf die Kisten, mischten Farben, malten die Felder aus und schliffen die bemalte Fläche zurecht und lackierte sie. "Da jede Cajon einem Bildausschnitt entspricht und somit ein Puzzleteil darstellt, sollte als Ergebnis ein harmonisches Ganzes entstehen. So wurden an diesem Tag Teamwork, handwerkliches Geschick und kreative Kunst gleichzeitig gefordert und vermittelt", zieht Lehrerin Maria Haupenthal Bilanz der Arbeit, die den Kindern Spaß machte. Peter Lorson , Sibylle Bärtges und sie seien mit dem Resultat sehr zufrieden gewesen. Das Werk stieß bei Schulleiterin Ellen Küneke auf große Anerkennung. Nach intensiven Fachkreis- und Internetrecherchen durch Workshop-Leiter Peter Lorson war kein ähnliches Projekt zu entdecken, so dass davon auszugehen ist, dass fortan das erste "betrommelbare Gemälde der Welt" im Hochwald-Gymnasium in Wadern zu bestaunen ist. Lehrerin und Schüler danken danken Schulverein und Sponsoren.