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Chor
Ein Ständchen für Priester Edwin Höll

Die Chorgemeinschaft aus dem Hochwald im Bühler Münster mit dem Priester Edwin Höll.
Die Chorgemeinschaft aus dem Hochwald im Bühler Münster mit dem Priester Edwin Höll. FOTO: Doris Haupenthal
Noswendel/Lockweiler-Krettnich. Chorgemeinschaft Lockweiler-Krettnich-Noswendel war zu Besuch in Bühl und sammelte Spenden für die Indienhilfe Father Mathias.

Die Chorgemeinschaft Lockweiler-Krettnich-Noswendel hat zum zweiten Mal im Bühler Münster in der Nähe von Baden-Baden ihrem Freund, dem katholischen Priester Edwin Höll, eine Messe gestaltet. War der Anlass im vergangenen Jahr der 85. Geburtstag dieses außergewöhnlichen Priesters, sang der Männerchor die Festmesse in diesem Jahr zum 60-jährigen Priesterjubiläum – unter den beiden Chorleitern Christian Leidinger und Edgar Schuster. Ob Teile aus der Messe von Christian Leidinger, das Tebe Poem und das Vaterunser „Dona pacem“ – die bekannte Weise nach russischer Melodie, „Amen Halleluja“ oder das „Sancta Maria“ zum Abschluss: Für die Saarländer gab es viel Beifall. Als Ständchen brachten sie die „Irischen Segenswünsche“.


Edwin Höll und Edgar Schuster kennen sich seit über 30 Jahren durch ihren gemeinsamen Freund Father Mathias aus dem Süden Indiens. Edgar Schuster ist Leiter der Noswendeler Indienhilfe Father Mathias, über die die SZ mehrfach berichtet hat. Edwin Höll hat den indischen jungen Priester im Sommer 1971 als Aushilfe in seiner Pfarrei in Salmendingen kennen und schätzen gelernt. „Das große Werk der Indienhilfe wird seit vielen Jahren nicht nur tatkräftig durch ein enormes Engagement von Edwin Höll unterstützt. Er ist inzwischen sozusagen das rechte Bein unserer großen Hilfsaktion“, sagt Schuster.

Obwohl der Priester mit 75 Jahren in den Ruhestand ging, arbeitet er weiter unermüdlich in seinem Beruf. Er hält Messen im Bühler Krankenhaus und hilft aus bei Beerdigungen, Hochzeiten und überall dort, wo ein Priester gebraucht wird. Er sammelt und spendet alle Messengelder. Zudem geht der gesamte Erlös von selbst gegossenen Kerzen, dem Verkauf von Bühler Zwetschgen, Nüssen und Gelee an seinen Freund Father Mathias.



Der Geistliche unterhält im Süden Indiens zwei Schulen mit über 800 Schulkindern, sechs eigenen Schulbusse und eine Krankenstation. Darüber hinaus gewährt er viel Unterstützung bei Berufsaus- und -fortbildungen.

Für die Chorgemeinschaft war dieser Ausflug wiederum ein sehr schönes Erlebnis – zum einem der Auftritt in der schönen Gotik-Kirche St. Peter und Paul, zum anderen der Besuch von Bühl-Kappelwindeck, dem Geburtsort des Pastors, der mittlerweile dort seinen Wohnsitz hat. „Durch persönliche Spenden an Edwin Höll, etliche Überweisungen zum 60-jährigen Priesterjubiläum direkt auf das Konto der Indienhilfe bei der Sparkasse Merzig-Wadern und dem tollen Ergebnis der Kollekte kann wieder ein großartiger Betrag an Father Mathias überwiesen werden“, verrieten Schuster und Höll.

Schuster dankte auch dem Priester und überreichte ihm Geschenke von Father Mathias: Die handgefertigte Girlande aus Indien hängte er vor der Messe dem Priester um, ebenso ein Schultertuch, wie es in dem südasiatischen Staat Tradition ist.

Ein Dankeschön galt auch Erika Höll, der Schwester des Priesters. Die mittlerweile 91-Jährige, die seit über 60 Jahren Höll den Haushalt führt, erhielt ein Seidentuch. Edwin Höll bedankte sich bei allen Sängern mit einem Glas Gelee, den Sängerfrauen mit einer Indienkerzen.

Einen Seidenschal erhielt Haushälterin Erika Höll.
Einen Seidenschal erhielt Haushälterin Erika Höll. FOTO: Doris Haupenthal
Edgar Schuster überreicht eine indische Girlande an den Priester Edwin Höll. Foto: Doris Haupenthal
Edgar Schuster überreicht eine indische Girlande an den Priester Edwin Höll. Foto: Doris Haupenthal FOTO: Doris Haupenthal