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Neue Kletterhalle
Ein Kletterzentrum für den Hochwald

Eine Kletterhalle, wie auf unserer Grafik, wollen die Berg- und Skifreunde Hochwald unweit der Herbert-Klein-Halle in Wadern errichten.
Eine Kletterhalle, wie auf unserer Grafik, wollen die Berg- und Skifreunde Hochwald unweit der Herbert-Klein-Halle in Wadern errichten. FOTO: DAV Bergfreunde Wadrill
Wadrill. In Wadern soll eine moderne Kletterhalle entstehen, die einzige im Dreieck zwischen Trier, Saarlouis und St. Wendel. Von Erich Brücker

Hoch hinaus von Berggipfel zu Berggipfel in unzähligen Bergen Europas und hohen Gebirgen auf der ganzen Welt zu sein: Das ist eines der vielen Hobbys, das die Mitglieder der 1999 gegründeten Sektion Berg- und Skifreunde Hochwald im Deutschen Alpenverein (DAV) mit Sitz in Wadrill anstreben. Jetzt planen sie ein Leuchtturmprojekt – ein Kletterzentrum im Hochwald, genauer gesagt in Wadern. Dieses Vorhaben wurde vom Vorsitzenden Manfred Dillschneider in der jüngsten und gut besuchten Mitgliederversammlung, zu der 105 Mitglieder erschienen waren, vorgestellt. Einstimmig wurde das Vorhaben von den anwesenden Mitgliedern verabschiedet.


Seit 2001 betreibt die Sektion mit großem Erfolg eine kleine vereinseigene Kletteranlage im Therapiezentrum Martinsmühle in Wadrill. Mittlerweile ist diese Anlage viel zu klein geworden, entspricht auch nicht mehr den heutigen Anforderungen und wird der großen Nachfrage nicht mehr gerecht. Deshalb wurden bereits vor zwei Jahren Überlegungen angestellt, ein größeres Kletterzentrum zu bauen. „Mit der neuen Kletterhalle wollen wir den Klettersport noch mehr fördern und auch eine intensivere Jugendarbeit betreiben“, nannte Dillschneider die Gründe. Dazu werde das neue Freizeitangebot die ländliche Region Hochwald bereichern. Es wäre die einzige Kletteranlage im Dreieck zwischen Trier, Saarlouis und St. Wendel. Sie soll nicht nur Spitzensportlern dienen, sondern auch den Breitensport fördern.

Die Rahmendaten des Neubaus, der im Zentrum der Hochwaldstadt errichtet werden soll, sind beachtlich. Bei einer Grundfläche von zwölf mal 15,5 Meter sollen die Kletterflächen innen über 500 Quadratmeter betragen und eine Höhe von maximal 14 Metern erreichen. Eine Outdoorwand mit 110 Quadratmetern ist ebenfalls geplant, dazu ergänzt ein Boulderbereich die Nutzung. Aber auch Räumlichkeiten für Jugendarbeit, Schulungen, Projektarbeiten und Planungsvorbereitungen sowie Sozialräume gehören dazu. „Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie, einschließlich Bedarfs- und Standortanalyse, wurde dies mit dem DAV besprochen und abgestimmt“, sagte Dillschneider.



Für die Realisierung im Stadtteil Wadern spricht die zentrale Lage in der Nähe der Herbert-Klein-Halle; zudem ist dadurch eine Erweiterung des Sportangebotes des Schulstandortes möglich. Außerdem können dort mögliche Synergieeffekte durch die Nähe zum Hallen- und Freibad generiert werden. Auch in baulicher Sicht würde sich das Projekt dort am besten einfügen. Die zu bebauende Fläche liegt im Eigentum der Stadt. Die Finanzierung ist überwiegend durch den Verein zu stemmen. Daneben beteiligen sich der DAV-Bundesverband sowie sonstige Träger.

Mittlerweile sind die Planungen weiter fortgeschritten, es wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Zunächst beschäftigte sich der Ortsrat von Wadern mit dem Vorhaben, für dessen Realisierung ein vorhabenbezogener Bebauungsplan erstellt werden muss. Dieser schafft Baurecht für Kletterhalle.

Wie die Aussprache ergab, sah der Ortsrat in dem Projekt ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt, ein zusätzliches Sport- und Freizeitangebot sowie eine Aufwertung der ländlichen Infrastruktur und verabschiedete einstimmig das Bauvorhaben. Auch der Stadtrat hat sich mittlerweile damit beschäftigt und sich auf Empfehlung des Ausschusses für Grundstücke, Planung, Umwelt und Werksangelegenheiten einstimmig dafür ausgesprochen, den vorhabenbezogenen Bebauungsplan für die Errichtung der Kletterhalle aufzustellen. Die Kosten der Aufstellung werden durch den Vorhabenträger übernommen. Inzwischen sind die Grundstücksverhandlungen mit der Stadt Wadern erfolgreich abgeschlossen worden. „Der Übernahme des Grundstücks durch die DAV-Sektion Hochwald steht nichts mehr im Wege. Die Kletterhalle wird neben der Stadthalle, Franz Haas Straße 8, errichtet“, lautete die jüngste Mitteilung des Vorsitzenden.